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Dienstag, 29 Oktober 2019 11:30

Italien: Verkehrsregulierungsbehörde erlässt Regelung für den Zugang zu den Serviceeinrichtungen

ari

Mit Beschluss Nr. 130/2019 vom 30.09.2019 hat die italienische Verkehrsregulierungsbehörde ARI (Autorità di Regolazione dei Trasporti) die Maßnahmen zur Festlegung eines Rechtsrahmens für den Zugang zu Serviceeinrichtungen und Schienenverkehrsdiensten verabschiedet.

Die Maßnahmen wurden im Einklang mit dem nationalen und europäischen Rechtsrahmen, insbesondere der im Juni letzten Jahres in Kraft getretenen Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2017/2177 der Kommission, erlassen.

Die Maßnahmen, die von der Behörde nach eingehender Konsultation der Interessengruppen beschlossen wurden, sollen sicherstellen, dass die Betreiber der Anlagen ihre Dienstleistungen nicht nur den Eisenbahnunternehmen, sondern auch anderen Antragstellern (Güterkraftverkehrs- und Logistikunternehmen, Verlader und Spediteure usw.) zu fairen, nichtdiskriminierenden und transparenten wirtschaftlichen Bedingungen anbieten. Sie sollen daher eine effiziente Zuweisung der den Anlagenbetreibern zur Verfügung stehenden Kapazität gewährleisten und das Einschreiten der Behörde im Falle der Ablehnung des Antrags auf Zugang vorsehen.

Die Maßnahme, die frühere Maßnahmen zu diesem Thema ändert, ergänzt und konsolidiert (siehe Resolution Nr. 70/2014, Resolution Nr. 96/2015, Resolution Nr. 18/2017, Resolution Nr. 140/2017) und eine Reihe von Aktivitäten betrifft, die für den Betrieb von Personen- und Güterverkehrsdiensten von Bedeutung sind, richtet sich an ein breites Spektrum von Einrichtungen (520 wurden bisher untersucht). Dazu gehören: Personenbahnhöfe, Güterterminals (wo Be-, Entlade- und Umladedienste zu und von Zügen oder Güterwagen angeboten werden), Rangierbahnhöfe und Zugbildungsanlagen, Eisenbahndepots, Wartungseinrichtungen, Wasch- und Reinigungseinrichtungen, See- und Binnenhafenanlagen sowie Betankungsanlagen.

Daher können diese Einrichtungen und Dienstleistungen die Erweiterung des Einzugsgebiets der Häfen oder deren Entstauung durch Verbindungen mit den Hinterhäfen begünstigen, eine Alternative zum Güterverkehr auf der Straße bieten, ein mögliches "Scharnier" zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern (Schiff, Luft, Straße) bilden und positive Auswirkungen direkt auf die gesamte nationale Logistikkette haben.

Die Maßnahmen betreffen auch ergänzende Schienenverkehrsdienste, die in einigen dieser Einrichtungen erbracht werden, für die spezifische Rechts- und Verwaltungsvorschriften gelten, wie z. B. die Bereitstellung von Traktionsleistung, die Vorwärmung von Zügen, die Verkehrssteuerung für den Gefahrguttransport, die Unterstützung bei der Bewegung von Sonderzügen, Rangierdienste, den Zugang zu Telekommunikationsnetzen, die Bereitstellung von Zusatzinformationen, die technische Inspektion von Fahrzeugen, die Ticketausstellung auf Bahnhöfen und die Durchführung von Schwerwartungsarbeiten in spezialisierten Zentren für Hochgeschwindigkeitszüge oder andere Arten von Fahrzeugen.

GK, WKZ, Quelle ARI

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Letzte Änderung am Dienstag, 29 Oktober 2019 12:56

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