english

Donnerstag, 31 Oktober 2019 10:48

Österreich: Nächster Brücken-Generationswechsel am Pass Lueg

lueg

Foto ÖBB / Mosser.

Die Modernisierung der Bahninfrastruktur in Salzburg läuft weiter auf Hochtouren. Nach über 100 Jahren im Dienst wurde heute am Nachmittag das zweite der beiden alten Tragwerke der ÖBB-Salzachbrücken am Pass Lueg von einem Spezialkran ausgehoben. Bereits zu Allerheiligen werden Spezialisten das moderne neue Tragwerk an seinen Platz setzen. Durch exakte Planung soll der Bahnverkehr nicht beeinträchtigt werden.

Nach über 100 Jahren im Dienste der Eisenbahn wurde gestern auch die zweite der beiden alten ÖBB-Brücken am Pass Lueg entfernt. Ein Spezialkran hob die rund 430 Tonnen schwere Stahlkonstruktion aus ihrer Position. Bereits am Freitag wird sie durch ein modernes neues Tragwerk ersetzt. Dieses wurde in den vergangenen Monaten unter großem Aufwand rund 300 Meter von der Baustelle entfernt zusammengebaut und wird mit einem Spezialtransporter zum Kranplatz gefahren.

„Die beeindruckenden Arbeitsschritte mit den Spezialgeräten bei den Salzachbrücken wurden auch vor knapp einem Jahr perfekt umgesetzt: Bereits im vergangenen Dezember konnte die Brücke für das erste der beiden Streckengleise erneuert werden. Gleich im Anschluss haben die Bauarbeiten für das zweite Tragwerk begonnen“, zeigen sich Projektleiter Christian Höss und Baumanager Herbert Wesenauer von der ÖBB-Infrastruktur AG begeistert.

Exakter Zeitplan für pünktlichen Bahnverkehr

Aufgrund der gewohnt schwierigen Windverhältnisse bei den Salzachbrücken wurden gleich mehrere mögliche Zeitfenster für das Einheben des neuen Brückentragwerks definiert. Während der Hebearbeiten im Nahbereich des zweiten Tragwerks darf kein Zug diesen Abschnitt passieren. Die Bahnfahrgäste werden davon aber nichts mitbekommen. Die Arbeiten sind exakt für die Pausen zwischen zwei Zügen eingeplant. Dabei geht es um Minuten, denn der Bahnverkehr auf der Tauernstrecke soll durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt werden. Geplant sind die Kranarbeiten am Tag – sollte der Wind zu stark sein, muss auf ein Zeitfenster in der Nacht ausgewichen werden.

Pressemeldung ÖBB

Zurück

Nachrichten-Filter