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Montag, 04 November 2019 12:00

Österreich: Nach einem Irrtum wird 12.10 im Haupthaus der Technischen Museums in Wien gezeigt

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Fotos Technisches Museum Wien.

In den späten Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts fanden die damalige Österreichischen Bundesbahnen mit den aus der Kaiserzeit übernommenen Lokomotivtypen nicht mehr das Auslangen. Für den schweren Schnellzugsdienst ließ man sowohl von der Floridsdorfer (auch als Wiener Lokomotivfabrik Floridsdorf oder WLF bekannt) als auch der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik je einen Prototypen herstellen.

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Fotos Technisches Museum Wien, letztes Foto Stephan Ojak.

Nach Abschluß der Erprobung ging nur das Floridsdorfer Modell als Baureihe 214 in eine nicht allzu große Serie von 13 Lokomotiven. Auch die rumänischen Staatsbahnen entschied sich für das Modell und bestellte bei den Lokomotivfabriken Resita und Malaxa nach Floridsdorfer Lizenz insgesamt 79 Exemplare.

Von der Deutschen Reichsbahn wurde die Reihe vollständig übernommen und erhielt hier die Baureihenbezeichnung 120.

Von den rumänischen Nachbauten sind mehrere Exemplare erhalten geblieben, eines davon gelangte nach Österreich, wird im Eisenbahnmuseum Ampflwang gezeigt und war bis vor wenigen Jahren betriebsfähig.

Von den Floridsdorfer "Orginalen" befindet sich mit der 12.10 das letzte Exemplar im Eigentum des Technischen Museums Wien und gilt als eine für die österreichischen Lokomotivgeschichte bedeutendsten erhaltenen Dampflokomotiven. Bisher gelang es nicht, die Lokomotive in restauriertem Zustand öffentlich und geschützt zu zeigen.

Aufgrund eines Irrtumes der Stadt Wiener Neustadt wurde die Lomotive vom bisherigen Standplatz im Eisenbahnmuseum Heizhaus in Wiener Neustadt entfernt und sollte für die Niederösterreichische Landesausstellung Mobilität in Wiener Neustadt gezeigt werden. Die Annahme war, dass die Lokomotive in dieser niederösterreichischen Industriestadt gebaut worden wäre - tatsächlich stammt sie aber aus der Floridsdorfer Lokomotivfabrik.

Nach Klärung dieses Irrtums wurde seitens des Technischen Museums entschieden, die Lokomotive dennoch zu restaurieren, aber im Haupthaus der Technischen Museums in Wien zu zeigen. Nach vorbereitenden Arbeiten in einer Industriehalle nach Wiener Neustadt gelangte die Lok dieser Tage teilzerlegt ins Technische Museum. Hier soll sie vor Augen der Museumsbesucher fertig restauriert und zusammen gesetzt werden.

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