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Dienstag, 05 November 2019 07:10

Niederlande: Provinz Groningen testet den iLint

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Foto Alstom.

Alstom und die Provinz Groningen, der lokale Betreiber Arriva, der niederländische Eisenbahninfrastrukturmanager ProRail und das Energieunternehmen Engie haben am 31.10.2019 Pläne für ein Pilotprojekt unterzeichnet, um den Coradia iLint, den weltweit ersten mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betriebenen Personenzug, erstmals in den Niederlanden zu testen.

Die Unterzeichnung fand im Rahmen des "Klimaattop", dem Klimagipfel der nördlichen Niederlande, statt, der letzte Woche in Groningen stattfand.

Die Tests werden auf der Strecke zwischen Groningen und Leeuwarden mit bis zu 140 km/h durchgeführt und dauern etwa zwei Wochen. Ziel ist es, den Test im ersten Quartal 2020 zu organisieren. Es soll gezeigt werden, dass die Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie ein geeigneter Weg ist, um einen emissionsfreien Schienenverkehr auf nicht elektrifizierten Strecken in den Niederlanden zu erreichen, wo derzeit Dieselzüge fahren.

Das Pilotprojekt umfasst:

• Prüfung der Leistung des Wasserstoffzuges von Alstom auf der Strecke zwischen Groningen und Leeuwarden.
• Prüfung der Wasserstoffbetankung innerhalb eines Zeitplans. Welche Auswirkungen wird die Betankung auf die Zeiten des aktuellen Fahrplans haben?
• Untersuchung der Voraussetzungen für die Genehmigung zum Betrieb eines Wasserstoffzuges auf den Eisenbahnen im Norden der Niederlande im Rahmen des regulären Fahrplans.

"Alstom engagiert sich für die Entwicklung und Umsetzung von Mobilitätslösungen, die nicht nur die Entstehung vollständig nachhaltiger Verkehrssysteme ermöglichen, sondern auch dazu beitragen, den Energiewandel breiter zu gestalten. Wir freuen uns darauf, das zu zeigen, was in Deutschland bereits bewiesen ist - dass Wasserstoff in beiden Fällen ein sehr geeigneter Weg nach vorne ist", sagte Bernard Belvaux, Managing Director von Alstom Benelux.

Der Coradia iLint ist der weltweit erste Personenzug, der von einer Wasserstoff-Brennstoffzelle angetrieben wird, die elektrischen Strom für die Traktion erzeugt. Der Zug ist leise und emissionsfrei und gibt während des Betriebs nur Wasser und Dampf ab. Es stellt eine saubere Alternative für Eisenbahnbetreiber und regionale Behörden dar, die Dieselflotten für den Betrieb auf nicht elektrifizierten Strecken ersetzen und ehrgeizige Null-Emissionsziele erreichen wollen.

Bereits seit September 2018 sind die ersten beiden Wasserstoffzüge der Welt im niedersächsischen Personenverkehr im Einsatz. Das LNVG wird ab 2021 14 Coradia iLint-Züge auf dieser Strecke betreiben. Ebenfalls in Deutschland bestellte der RMV 27 Coradia iLint - die größte Flotte von Wasserstoffzügen der Welt - für den Betrieb ab 2022.

Das niederländische Eisenbahnnetz verfügt über rund 1.000 Kilometer nicht elektrifizierte Strecke.

WKZ, Quelle Alstom, ProRail

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