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Freitag, 08 November 2019 08:51

Schweden: LKAB und Inlandsbanan kooperieren beim nachhaltigen Güterverkehr

lkab

Foto Inlandsbanan.

Mit einem neuen Pilotprojekt wollen das schwedische Bergbauunternehmen LKAB und die Inlandsbanan eine gemeinsame Investition in einen nachhaltigen Güterverkehr durch das Landesinnere von Norrland realisieren. In einer Absichtserklärung wollen die Unternehmen einen neuen, fossil-freien Kalk- und Schottertransport zwischen Orsa und Gällivare untersuchen und schließlich einen Ausstieg von den heutigen dieselbetriebenen Lokomotiven aus dem Güterverkehr erreichen.

Hintergrund der neuen Transporte sind die abnehmenden Abbaumöglichkeiten in Schweden. Innerhalb von ein paar Jahren wird die Lieferung von Kalk aus Gotland eingestellt werden müssen. In der Gegend um Mora gibt es hingegen Kalk. Eine weitere Möglichkeit wäre der Transport aus Finnland, was auch keine weiten Transportwege erfordern würde. Schotter gibt es in Überschuss in Gällivare und Kiruna, während ein Abbau in den südlichen Teilen von Schweden aus Umweltgründen schwieriger durchzuführen ist.

Als zentrale Transportroute für Schwerlastgüter in ganz Schweden kann die Inlandsbanan eine wichtige Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel und bei der Arbeit für die nachhaltige Güterindustrie spielen. Die Inlandsbanan beabsichtigt mit dem Pilotprojekt, die Kapazität und den Umfang des Kalk- und Makadamtransports auf der Eisenbahnstrecke zwischen Orsa und Gällivare zu überprüfen und die Möglichkeiten zu prüfen, diese Transporte mit fossil-freien Brennstoffen zu betreiben.

Im Jahr 2020 werden erste Tests im Güterverkehr durchgeführt und analysiert. Bei positivem Ergebnis sieht LKAB Chancen für eine längerfristige Zusammenarbeit. Das Unternehmen hat auch ein Interesse daran, die heutigen dieselbetriebenen Transportwege schrittweise abzuschaffen und durch CO2-freie zu ersetzen.

In einer Stellungnahme äußerte sich Jan Lundgren, Logistikleiter bei LKAB, zuversichtlich über die Zusammenarbeit: "Dies ist ein wichtiger Schritt nach vorn im Hinblick auf das Engagement für einen nachhaltigen Güterverkehr. Um das Ende der Klimaarbeit zu erreichen, müssen die Emissionen in Bergwerken und Verarbeitungsbetrieben reduziert werden, aber wir müssen auch sicherstellen, dass unser Verkehr nachhaltig und zuverlässig ist. Durch diese Zusammenarbeit können wir gemeinsam mit der Inlandsbanan neue alternative Lösungen für den klimaschonenden Güterverkehr finden."

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Inlandsbanan

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