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Montag, 11 November 2019 09:33

Großbritannien: Chinesische Jingye Group soll British Steel übernehmen

Nachdem im vorgesehenen Zeitraum bis Ende Oktober kein Vertrag zur Übernahme von British Steel durch das türkische Unternehmen Ataer erreicht werden konnte, hat jetzt der chinesische Konzern Jingye dem britischen Insolvenzverwalter ein Übernahmeangebot unterbreitet. Dies könnte zur Rettung der betroffenen 4000 Arbeitsplätze in England beitragen.

British Steel steht kurz davor, einen Rettungsplan über 70 Mio. GBP (81 Mio. EUR) mit einem chinesischen Industriekonzern abzuschließen, der Tausende von Arbeitsplätzen in Großbritannien retten könnte. Die Übernahme durch Jingye könnte vom Insolvenzverwalter noch heute bekannt gegeben werden.

Das Unternehmen hat auch in Aussicht gestellt, bis zu 300 Mio. GBP an Darlehen, Entschädigungen und Zuschüssen in Anspruch nehmen zu können, um die Produktion im Werk Scunthorpe um 10% zu erhöhen.

Das Schicksal von mehr als 4.000 British-Steel-Mitarbeitern und bis zu 20.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen in der Lieferkette beruht auf der Sicherung der Zukunft des Unternehmens und seiner Werke in Scunthorpe und Nordostengland.

British-Steel liefert einen Großteil der Eisenbahnschienen von Network Rail. Eisenbahnschienen gehören bisher offenbar nicht zum Produktportfolio von Jingye - jedenfalls tauchen sie nicht auf der Internetseite der Firma unter "Produkte" auf.

Gareth Stace, Generaldirektor der Industrielobbygruppe UK Steel, sagte heute gegenüber BBC Radio 4, dass das zu kaufende Unternehmen ein "bedeutender Gewinn für unser Land" sei, da British Steel ein Drittel der britischen Stahlproduktion betreffe, hauptsächlich in Scunthorpe. "Wir wissen, dass ein Kauf von British Steel durch Jingye sicherlich das, was sie dort in China tun, ergänzen würde. Sie stellen beide Walzdraht her, aber eigentlich fertigt British Steel Schienen, hochwertige Schienen und schwere Träger, die Jingye nicht herstellt. Es erhöht nicht nur die Anzahl der verschiedenen Produkte, die Jingye herstellen könnte, sondern sichert der Firma auch, was noch viel wichtiger ist, einen festen Platz in Großbritannien."

Rüdiger Lüders, GK, WKZ, Quelle BBC, Sky News

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