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Samstag, 16 November 2019 13:00

Österreich: Erfolgsmodell der Zugschule wird von Tirol aus auf ganz Österreich ausgerollt

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Fotos ÖBB / Andreas ScheibleckeIn.

Tirol gibt es seit vielen Jahren das Angebot der Zugschule, ein Workshop-Angebot für Volksschulen, in dem die SchülerInnen ab der 1. Volksschule kindgerecht zum Thema Bahn und Bahnfahren informiert werden. Diese Workshops werden in Kooperation mit dem Klimabündnis Tirol und ÖBB-Personenverkehr Tirol durchgeführt.

Aufgrund der Beliebtheit und des großen Erfolgs wurde dieses Angebot im Schuljahr 2016/17 auf ganz Österreich ausgeweitet und ist seither fester Bestandteil im Stundenplan der österreichischen SchülerInnen.
Die Zugschule ergänzt die im österreichischen Lehrplan für Volksschulen als verbindliche Übung im Ausmaß von zehn Jahresstunden durchzuführende Verkehrserziehung und behandelt die Themenbereiche Sicherheit, Umweltschutz und Know-how im öffentlichen Verkehr.

„Diese Initiative liegt mir sehr am Herzen, weil es besonders wichtig ist, den Jüngsten zu erklären, wie man die Öffis richtig und sicher nutzt. Gleichzeitig wird ihnen vermittelt, dass eine Zugfahrt nicht nur Spaß macht, sondern sie damit auch aktiv die Umwelt schützen.“, so Michaela Huber, Vorständin der ÖBB-Personenverkehr AG.

Bewusstsein wecken

Im Rahmen der Zugschule lernen Kinder die Angebote des ÖBB-Konzerns kennen und erfahren, dass die Verkehrsmittelwahl Einfluss auf das Klima hat. Dabei werden auch Themen wie das richtige Verhalten im Haltestellenbereich, auf Bahnhöfen und in den Verkehrsmitteln als wichtige Punkte für die Sicherheit von Kindern behandelt. Mit der Absolvierung der Zugschule entwickeln Kinder Begeisterung für die Themen Bus und Bahn und das Image von Bus und Bahn wird bei den jüngsten VerkehrsteilnehmerInnen nachhaltig positiv beeinflusst.

Früh übt sich: Wertvorstellungen für die Zukunft schaffen

Positive Erfahrungen mit dem Zugfahren im Kindesalter in Kombination mit Umweltbewusstsein haben einen positiven Einfluss auf das Bahnnutzungsverhalten im Erwachsenenalter. Voraussetzungen für Umweltbewusstsein sind das Wissen um ökologische Zusammenhänge gepaart mit entsprechenden Wertvorstellungen.

„An den mittlerweile über 600 Klimabündnis-Schulen und –Kindergärten nimmt klimafreundliche Mobilität eine zentrale Rolle ein. Einer der Eckpfeiler der notwendigen Mobilitätswende dabei ist das Zugfahren. In den Zugschule-Workshops lernen Kinder spielerisch, wie sie klimafreundlich von A nach B kommen.“, so Markus Hafner-Auinger, Geschäftsführer des Klimabündnis Österreich.

Das Angebot wird sehr gut angenommen: 2019 fanden insgesamt österreichweit über 200 Workshops statt, 50 davon in Tirol.

Pressemeldung ÖBB

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