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Dienstag, 26 November 2019 10:02

Italien: Pressekonferenz - Es wird keine Tram in Bozen geben

Bei der Pressekonferenz von Bürgermeister und Vizebürgermeister am Montag (25.11.2019) ging es vor allem um das Ergebnis der  Bürgerbefragung am Wochenende.  Bürgermeister Renzo Caramaschi legte im Rahmen seiner allwöchentlichen Pressekonferenz die offiziellen Zahlen zur Volksabstimmung vor. Danach lag die Wahlbeteiligung bei 32,63%. Von den 27.057 Boznerinnen und Bozner, die dem Wahlaufruf gefolgt sind, haben 8.051 mit JA und 18.862 mit NEIN gestimmt.

Man werde das Ergebnis respektieren, daran ließ der Bürgermeister keinen Zweifel. "Offensichtlich überwog bei den Bürgerinnen und Bürgern die Befürchtung, dass diese Tram die Probleme nicht werde lösen können," so der Bürgermeister.

"Das Ergebnis ist in jedem Fall eindeutig, das heißt, es wird keine Tram geben und wir werden uns auch nicht um staatliche Fördermittel bemühen. Gemeinsam mit der Landesverwaltung werden wir nun ausloten, welche Möglichkeiten wir haben, und uns eine andere Lösung überlegen, die - auch wenn sie vermutlich nicht an die Vorzüge der Tram heranreichen wird - dabei helfen kann, den Verkehr in der Stadt zu reduzieren."

Die 40 Millionen Euro, die die Landesregierung für den Bau der Tram zur Verfügung gestellt hat, sind an die Tram gebunden. Sie sind Teil der "Agenda Bozen", die  im Herbst vorigen Jahres gemeinsam mit der Landesregierung auf den Weg gebracht wurde und eine Reihe weiterer großer Infrastruktur- und Mobilitätsprojekte enthält, die die Landeshauptstadt vom Verkehr entlasten sollen, Projekte, die ebenfalls bereits finanziert sind.

Wie sehen nun die nächsten Schritte aus? "Zunächst müssen wir auszuloten, ob es eine Alternative zur Tram gibt. Das heißt, wir müssen mit der Landesregierung neu in Verhandlung treten und hoffen, dass wir diese 40 Millionen für ein anderes Mobilitätsprojekt verwenden dürfen. Wie das aussehen könnte, müssen uns die Fachleute sagen. Es hat jetzt keinen Sinn, darüber zu spekulieren. Wir werden uns mit der Landesregierung zusammensetzen, und dann werden wir sehen, was sich machen lässt."

Pressemeldung Stadt Bozen

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