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Donnerstag, 28 November 2019 08:00

Italien: Rettung von Alitalia durch FS Italiane vorerst gescheitert

Die Rettung der italienischen Fluggesellschaft Alitalia durch die italienische Staatsbahn FS Italiane ist zunächst gescheitert. Premierminister Giuseppe Conte musste am 26.11.2013 zugeben, dass eine "Marktlösung nicht greifbar ist", so dass man nun nach einer "Alternative" suchen müsse. 

Der Entwicklungsminister Stefano Patuanelli äußert sich deutlicher, als er sagte, dass die Option Atlantia-Delta-Fs "nicht mehr besteht". Man müsse akzeptieren, dass Alitalia "zu groß, um klein zu sein, und zu klein, um groß zu sein" und so nicht wettbewerbsfähig ist.

Eigentlich sollten die italienischen Staatsbahnen mit dem Infrastrukturkonzern Atlantia und der US-Gesellschaft Delta Air Lines unter Beteiligung des Finantministeriums ein Konsortium für die Übernahme bilden. Schließlich hatte auch die Lufthansa ein Interesse bekundet.

Der Verwaltungsrat der FS Italiane hatte am 20.11.2019 die Standpunkte potenzieller Industriepartner zum möglichen Angebot für Alitalia im Hinblick auf die bereits siebenmal auf den 21.11.2019 verlängerte Bieterfrist noch einmal geprüft. Demnach hat Delta seine Bereitschaft zur Beteiligung am Eigenkapital der neuen Gesellschaft sowie ein von der Lufthansa eingegangenes Schreiben bestätigt.

In diesem Zusammenhang weist FS Italiane darauf hin, dass die Lufthansa sich bereit erklärt hat, ein Handelsabkommen abzuschließen, nicht aber einen sofortigen Einstieg in das Eigenkapital der neuen Alitalia zu planen. Darüber hinaus kündigte Atlantia mit einer am 19.11.21 veröffentlichten Pressemitteilung an, dass die notwendigen Voraussetzungen für den Beitritt zum Projekt noch nicht erfüllt sind, unbeschadet der Bereitschaft, die Diskussion über die Identifizierung des Industriepartners fortzusetzen.

Der ehemalige Verkehrsminister Graziano Delrio sagte gestern (27.11.2019) gegenüber der Nachrichtenagentur Ansa, dass die Staatsbahnen nicht an diesem Abenteuer teilnehmen sollten. "Ich hoffe, dass die Regierung uns bald mitteilen wird, wie sie weitermachen will, ohne die neue Firma zu gründen."

WKZ, Quelle FS Italiane, Ansa, Il Messaggero

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