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Samstag, 30 November 2019 13:00

Frankreich: Alstom und Bombardier erhalten historischer Auftrag zur Erneuerung der Züge für acht Pariser Metro-Linien

alstom

Der Verkehrsverbund Île-de-France Mobilités und der Pariser Métro-Betreiber RATP haben dem Konsortium Alstom-Bombardier (50:50) einen historischen Auftrag erteilt, um die beispiellose Modernisierung aller Verkehrsdienste der Île-de-France fortzusetzen, die 2016 eingeleitet wurde. Es können maximal 410 Züge MF19 im Wert von 2,9 Mrd. EUR bestellt werden. Ein erster Festauftrag über 44 Züge im Wert von 658 Mio. EUR wurde gestern (29.11.2019) erteilt.

Diese neuen Züge werden das Bild der Pariser Métro auf Jahrzehnte hinaus verändern, das sich in berühmten Chansons wie "Le Poinçonneur des Lilas" von Serge Gainsbourg oder "Le métro de Paris" von Edith Piaf gefestigt hat. Diese Metros werden hell, durchgängig begehbar (Konfiguration "boa") und mit Bildschirmen für die Fahrgastinformation in Echtzeit ausgestattet sein.

Dieser historische Auftrag ist Teil einer Renovierung des Rollmaterials, von dem 65 % bis 2032 ersetzt werden sollen. Dieses außerordentlich ehrgeizige Programm beinhaltet auch die Erneuerung der zugehörigen Wartungswerkstätten, eine große industrielle Herausforderung für RATP in den kommenden Jahren.

Nach der Abstimmung durch den RATP-Verwaltungsrat am 29.11.2019 muss über die Finanzierung dieses Auftrags an der nächsten Verwaltungsratssitzung der Ile-de-France Mobilités am 12. Dezember abgestimmt werden.

Catherine Guillouard, Präsidentin und CEO von RATP: "Nachdem die Île-de-France Mobilités und RATP mit der Erneuerung und Renovierung der U-Bahnen der Linien 4, 6, 11 und 14 begonnen haben, setzen sie ihre Bemühungen fort und erteilen dem Alstom-Bombardier-Konsortium einen historischen Auftrag zur Erneuerung der Züge auf acht Linien der Metro der Pariser Region: Linien 3, 3bis, 7, 7bis, 8, 10, 12 und 13 ab 2024."

Dieser Vertrag über die Untersuchung und Lieferung künftiger U-Bahnen umfasst maximal 410 Wagen auf Stahlrädern, genannt MF19 (für Métro Ferré 2019), mit einer Investition von mehr als 2,9 Mrd. EUR über einen Zeitraum von 15 Jahren. Der erste Festauftrag über 44 Züge (206 Wagen) im Betrag von 658 Mio. EUR wurde von Île-de-France Mobilités und RATP erteilt, um das Fahzeugmateria der Linien 10 (30 Züge mit 5 Wagen), 7bis und 3bis (14 Züge mit 4 Wagen) zwischen 2024 und 2026 zu erneuern. Die Züge ersetzen die derzeit im Betrieb befindlichen MF77.

Der MF19 wird darauf auf der Linie 13 eingesetzt, deren Erneuerungszeitplan von Île-de-France Mobilités von 2032 auf 2026 vorgezogen wurde, um den Bedarf dieser besonders stark frequentierten Strecke zu decken.

Um den Besonderheiten der einzelnen Strecken Rechnung zu tragen und von möglichen technologischen Entwicklungen antizipieren zu können, ermöglicht der Vertrag den Kauf von Zügen unterschiedlicher Länge, die mit Führerständen ausgestattet sind. Im Falle der Automatisierung bestimmter Strecken wird es möglich sein, Züge in automatischer Ausführung (ohne Führerstand) zu bestellen.

Darüber hinaus wird derzeit auch eine neue Generation von U-Bahnen auf Gummirädern ausgeliefert, bekannt als MP14, deren erste 8-teilige Züge (derzeit 6 Wagen) ab 2020 auf der Linie 14 fahren werden. Seit Februar 2017 abgeschlossen ist außerdem die Erneuerung aller Züge für den RER A, dessen Streckenkapazität um 30% erhöht werden konnte. Bis 2025 werden zudem 4.700 RATP-Busse für eine 100% saubere Flotte erneuert.

2300 Mitarbeiter von Alstom und Bombardier, darunter 700 Ingenieure, werden innerhalb des Konsortiums an dem Projekt arbeiten. Die beiden Standorte in Valenciennes (Alstom) und Crespin (Bombardier) werden jeweils die Ganzzüge montieren. Jeder Standort ist für die Studien, das Design, die Zugmontage, Tests, Validierung und die Zulassung verantwortlich.

WKZ, Quelle RATP, Alstom

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Letzte Änderung am Freitag, 12 Juni 2020 12:07

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