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Samstag, 30 November 2019 12:30

Griechenland: Memorandum of Understanding zwischen TrainOSE und dem Infratsrukturministerium

Gestern (29.11.2019) wurde vom griechischen Infrastrukturminister Karamanlis und dem CEO von TrainOSE in Anwesenheit des italienischen Botschafters in Athen ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, dass zum einen die Subventionierung defizitärer Verkehre mit 50 Mio EUR/Jahr für die nächsten 15 Jahre zusichert, gleichzeitig Investitionen in der Höhe von 2,2 bis 2,5 Milliarden EUR durch TrainOSE bzw. den Mutterkonzern FS in Aussicht stellt, vor allem um den Fuhrpark zu erneuern und die Wartung zu verbessern.

Konkret handelt es sich um den Einsatz gebrauchter Triebwagenzüge für den Schnellverkehr (vsl. FS ETR 485) sowie um neue Hybridzüge für den Einsatz auf nur teilweise elektrifizierten Strecken. Dieser Direktvergabe muss die EU noch zustimmen, es wird aber nicht mit Problemen gerechnet, weil TrainOSE de facto das einzige EVU in Griechenland ist, das ein Sicherheitszertifikat für den Personenverkehr besitzt.

Eventuell kommt auch etwas Bewegung in die Meterspurstrecken auf der östlichen Peloponnes, der Prefekt der Region Argolis Nikas hat mit Minister Karamanlis besprochen die vor etwa 10 Jahren grundsanierte Strecke Korinth - Nafplio und später auch bis Tripoli mit Unterstützung der Region in noch festzulegender Form wieder aufzunehmen. Die Reaktivierung nach Nafplio ist seit Jahren angekündigt, getan hat sich bisher nichts Sichtbares.

Auf der anderen Seite hat der Bürgermeister von Trifylias verlautbart, dass es eine Absprache mit dem Immobilieneigentümer GaiaOSE gibt, das dortige relativ große Bahngelände (Bahnhof Kyparissia) anderweitig zu nutzen, u.a. als Parkplatz. Auch hat ein Parlamentarier der regierenden konservativen Partei vorgeschlagen, die Peloponnesbahntrasse in einen Radweg Athen - Kalamata (300 km) umzuwandeln. Die Sache ist also nach wie vor offen.

Prof. Dr. Johannes Schenkel

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