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Dienstag, 03 Dezember 2019 09:06

Italien: Alitalia-Rettung auf Ende Mai verschoben

Neue Ressourcen und ein neuer Termin für Alitalia, um den Verkauf abzuschließen, aber gleichzeitig ein breiteres Mandat für das Management des Kommissars, der in den kommenden Wochen mit der Umstrukturierung der Gruppe beginnen wird. Denn "es ist klar, dass das Unternehmen sonst unverkäuflich ist", erklärte gestern der stellvertretende Entwicklungsminister Stefano Buffagni.

Das neue Dekret, dem dann auch die Ernennung eines neuen allein verantwortlichen Kommissars mit mehr Rechten folgen könnte, wurde in der Nacht zum 02.12.2012 vom Ministerrat genehmigt. Es sieht zunächst die Bestätigung eines neuen Darlehens von 400 Mio. EUR vor, die bereits mit dem Steuerdekret zugewiesen wurden und bisher eng mit dem Angebot des Konsortiums Fs-Atlantia-Delta verbunden waren, das dann nicht zustande kam, was eine neue legislative Freigabe dieser Mittel erforderlich machte.

Gleichzeitig beschloss die Regierung, ein neues Verfahren für den Verkauf der Geschäftseinheiten von Alitalia zu fordern und die Frist für den Abschluss aller Verfahren vom 30. März auf den 31. Mai 2020 zu verlängern. Nach Regierungsangaben gäbe es "volle Übereinstimmung" auf diesem Weg, denn "wir müssen diesem Unternehmen eine Chance geben".

Unklar ist noch die Zustimmung der EU. "Die italienische Regierung hat diese Entscheidung mit der Kommission ausgehandelt", sagte die Ministerin für Infrastruktur und Verkehr Paola De Micheli. Tatsächlich hat ein EU-Sprecher gestern Abend Italien gewarnt, dass "Maßnahmen im Zusammenhang mit staatlichen Beihilfen nicht gewährt werden können, ohne dies zuvor Brüssel mitgeteilt und das OK erhalten zu haben".

Um den wünschen weiterer möglicher Bieter, insbesondere der Lufthansa gerecht zu werden, erteilt das Dekret der außerordentlichen Verwaltung das Mandat, einen "Plan zur Reorganisation und Effizienz" umzusetzen, der zu Entlassungen (3.500-4.000), der Reduzierung der Flugzeugflotte (ca. 20 Stück) und zur Reduzierung der Kosten, die die Liquidität von Alitalia belasten, um mehr als 715.000 EUR pro Tag führen kann.

WKZ, GK, Quelle Messaggero, Corriere

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