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Montag, 09 Dezember 2019 10:50

Österreich: Vorinformation zur Direktvergabe an die Raaberbahn

Die Republik Österreich, vertreten durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, als zuständige Behörde beabsichtigt über die SchieneninfrastrukturDienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG mbH) als Auftraggeberin einen Dienstleistungsauftrag direkt an die Raab-Ödenburg-Ebenfurther Eisenbahn AG (Raaberbahn AG) für die Dauer von 10 Jahren zu vergeben (AT112 Wien-Deutschkreutz 2021+).

Auftraggeberin der beabsichtigten Direktvergabe wird ausschließlich die SCHIG mbH sein. Diese soll den Dienstleistungsvertrag mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen in eigenem Namen und auf eigene Rechnung abschließen.

Es geht um die Erbringung von Verkehrsdienstleistungen im Schienenpersonenverkehr auf der Strecke Wien Hbf - Ebenfurth - Sopron - Deutschkreutz ab 13.12.2020 für eine Laufzeit von 120 Monaten. Der Leistungszeitraum des gegenständlichen Auftrages durch die zuständige Behörde ist mit Fahrplanwechsel 2030/2031 beschränkt.

Für die Erbringung der Verkehrsdienste sind grundsätzlich die 5 bereits im Einsatz befindlichen Bestandsfahrzeuge der Baureihe Desiro Mainline des EVU zu verwenden. Im Zuge des Ausbaus der Pottendorfer Linie sowie den damit einhergehenden fahrplantechnischen Anforderungen sind im Rahmen der Vertragslaufzeit schrittweise zusätzliche elektrisch betriebene Nahverkehrszüge mit folgenden Eigenschaften einzusetzen:

Einstöckiger ETW: Länge: rund 75m oder rund 100m; Anzahl Türen: mindestens 4 pro Fahrzeugseite; Breite Türen: rund 1 300mm; Einstiegshöhe: 600mm über Schienenoberkante; Höchstgeschwindigkeit: zumindest 160km/h.

Während der Dauer des Dienstleistungsvertrags ist die Errichtung einer Direktanbindung von Eisenstadt (Schleife Eisenstadt) bzw. die Errichtung einer Umfahrung von Ebenfurth (Schleife Ebenfurth) vorgesehen. Für den Fall der tatsächlichen Umsetzung zumindest einer dieser infrastrukturellen Maßnahmen und für den Fall der finanziellen Einigung der betroffenen Gebietskörperschaften ist im Dienstleistungsvertrag eine Option der SCHIG mbH vorgesehen, die es der SCHIG mbH ermöglicht, das EVU unter Nutzung zumindest einer dieser infrastrukturellen Möglichkeiten mit einer Ausweitung des Verkehrsangebots um voraussichtlich 0,4 Mio. Zugkilometer p.a. zu beauftragen.

Quelle BMVIT

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