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Montag, 09 Dezember 2019 17:57

Italien: Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Erdbeben kurzzeitig geschlossen

Der Eisenbahnverkehr, einschließlich der auf Hochgeschwindigkeitsstrecken, musste heute (09.12.2019) zwischen den italienischen Städten Florenz und Bologna nach einem nächtlichen Erdbeben in der Region ausgesetzt werden. Die Strecken wurden wegen Sicherheitskontrollen geschlossen, sagte der Bahnbetreiber Ferrovie dello Stato auf seiner Website.

Ab etwa 4.35 Uhr war der Verkehr vorsorglich eingestellt worden. Mehr als 100 Mitarbeiter der technischen Teams arbeiteten daran, die Kontrollen der Bahnstrecken in kürzester Zeit durchzuführen und abzuschließen.

Um 8.30 Uhr wurde der Eisenbahnverkehr auf der AV-Linie Bologna - Florenz, und der Direttissima Florenz - Rom sowie auch auf den Linien Pistoia - Porretta Terme, Florenz - Empoli, Bologna - Prato und Prato - Pistoia wieder aufgenommen.

Um 11.30 Uhr konnten auch die Untersuchungen auf der Strecke Florenz - Pontassieve - Borgo San Lorenzo beendet werden. Bei den Kontrollen der Eisenbahninfrastruktur wurden keine kritischen Punkte festgestellt, und der Verkehr wurde auf allen vom Erdbeben im Gebiet von Mugello betroffenen Strecken wieder aufgenommen.

Das Beben in der Bergstadt Mugello bei Florenz verzeichnete nach Angaben des European Mediterranean Seismological Center eine Stärke von 5,2. Die mit dem Katastrophenschutz und dem Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) abgesprochenen Alarmverfahren sehen vor, dass bei Erdbebenbeben von mehr als 4 Grad auf der Richterskala Kontrollen an der Infrastruktur durchgeführt werden. Innerhalb einer gelben Zone dürfen die Züge dann nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h fahren.

WKZ, Quelle FS Italiane

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