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Mittwoch, 11 Dezember 2019 10:40

Großbritannien: Auslieferung neuer Bombardier-Züge für Greater Anglia verzögert sich

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Greater-Anglia-Züge von Bombardier und Stadler. Fotos Greater Anglia.

Die Auslieferung der nächsten Phase der 1,4 Mrd. GBP (1,7 Mrd. EUR) schweren und 111 neue Züge umfassenden Zugflotte von Greater Anglia wurde durch Softwareprobleme verzögert. Der Hersteller Bombardier sagte, dass die ersten Züge voraussichtlich im Frühjahr und nicht schon Ende dieses Jahres in Betrieb gehen werden.

Route Director Mark Budden von Network Rail Anglia erklärte: "Unsere Ingenieure arbeiten rund um die Uhr, um zu untersuchen, warum wir Probleme mit dem Gleis-Signalisierungssystem haben, was dazu geführt hat, dass wir die Anzahl der Züge, die wir betreiben können, reduziert haben. Wir untersuchen jeden Faktor, einschließlich der Komponenten des Signalsystems, der Auswirkungen des Laubfalls und der Wechselwirkung zwischen dem Signalsystem und den alten und neuen Personenzügen."

Managing Director Jamie Burles von Greater Anglia fügte hinzu: "Wir beide wissen sehr wohl, dass diese Situation für die Fahrgäste äußerst frustrierend ist, und es ist für uns eine absolute Priorität, diese Probleme so schnell wie möglich zu lösen. Wir werden ein weiteres Update veröffentlichen, sobald wir mehr Details wissen. Wir planen, den normalen Service für unsere Passagiere so schnell wie möglich wiederherzustellen."

Die ersten der Züge, die von London Liverpool Street fahren werden, sollten Ende des Jahres in Betrieb gehen, der Rest bis Ende 2020. "Es gibt keinen genauen Termin für die Aufnahme des Personenverkehrs, aber wir schätzen im Frühjahr 2020", sagte ein Sprecher von Bombardier.

Die neue Flotte von Greater Anglia soll 169 Züge umfassen, davon 38 bimodale Züge, die mit Diesel oder Strom betrieben werden können, sowie 20 elektrische Züge für die Verkehre Norwich-London und den Stansted Express. Die 111 Züge von Bombardier werden von London Liverpool Street aus Essex, Suffolk, Cambridgeshire und Hertfordshire bedienen.

Doch auch die Einführung der bimodalen Züge des Schweizer Herstellers durch Greater Anglia ist angesichts weit verbreiteter Verspätungen und Absagen auf Kritik gestoßen. Eine Untersuchung ist im Gange, nachdem ein Zug auf einem Bahnübergang mit einem Auto zusammen stieß, als sich die Schranken früh öffneten.

WKZ, Rüdiger Lüders, GK, Quelle Greater Anglia, BBC

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