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Dienstag, 17 Dezember 2019 07:10

Frankreich: Streik verursacht dramatische Situation im Schienengüterverkehr

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Fotos Europorte.

Der Französische Eisenbahnverband (L'Association Française du Rail, AFRA) und die Gruppe des Nationalen Kombinierten Verkehrs (Groupement national des transports combinés, GNTC) verurteilen die derzeitige Blockade des Schienengüterverkehrs und fordern die Regierung auf, energische und konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um eine rasche Wiederaufnahme des Schienengüterverkehrs zu gewährleisten. Der Streik bei der SNCF, der seit mehr als einer Woche andauert, lähmt die Bewegung der Güterzüge.

Mit nur 7 % der Güterzüge, die in Betrieb sind, hat der ohnehin schon sehr anfällige Sektor mit beispiellosen Schwierigkeiten zu kämpfen und befindet sich in einer wirtschaftlich und kommerziell besonders alarmierenden Situation. Die erheblichen unmittelbaren finanziellen Verluste und die Umkehrung der Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene stellen ein sehr großes Risiko für das gesamte Schienengüterverkehrsgeschäft dar.

Dies ist ein zusätzliches Hindernis für Güterverkehrsbetriebe und ihre Kunden, die nach mehreren Schwierigkeiten auf der Modane-Achse in diesem Sommer und den jüngsten Beeinträchtigungen durch schlechtes Wetter in der Region Béziers wieder einmal nicht in der Lage sind, die Züge fahrplanmäßig verkehren zu lassen.

Güterbahnen sind nicht die einzigen, die direkt von dieser Streikbewegung betroffen sind. Thello, ein Eisenbahnunternehmen für den Personenverkehr, ist ebenfalls gezwungen, viele seiner Züge aufgrund des Streiks bei SNCF Réseau abzusagen.

AFRA und GNTC haben letzte Woche ein Schreiben an Jean-Baptiste Djebbari, Staatssekretär für Verkehr, geschickt, um ihn auf die besondere Situation des Schienengüterverkehrs und der Personenbeförderung aufmerksam zu machen, damit er sicherstellen kann, dass die von SNCF Réseau eingesetzten Ressourcen ein optimales Verkehrsniveau gewährleisten.

"Während die Unternehmen der Branche von dem Streik bedroht sind, fordert die AFRA vom Staat konkrete Maßnahmen, um die Kontinuität des Dienstes zu gewährleisten und das Überleben der im Schienengüterverkehr tätigen Unternehmen zu gewährleisten", sagt Pascal Sainson, Präsident der AFRA-Frachtkommission.

WKZ, Quelle AFRA, GNTC

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Letzte Änderung am Dienstag, 17 Dezember 2019 07:14

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