Spanien: Adif bestellt drei Überwachungszüge bei Stadler/Mer Mec
Der Verwaltungsrat des spanischen Infrastrukturverwalters Adif hat auf seiner letzten Sitzung am 20.12.2019 die Vergabe des Auftrags für die Lieferung, Instrumentierung und Homologation von drei neuen Überwachungszügen, zwei für iberische Spurweite und einen für Normalspurweite, sowie deren anschließende Wartung für einen Zeitraum von fünf Jahren in Höhe von 74 Mio. EUR (inklusive Mehrwertsteuer) genehmigt.
Der Vertrag, der an das Joint Venture der Firmen Stadler Rail Valencia und Mer Mec vergeben wurde, hat eine globale Laufzeit von acht Jahren und umfasst auch die Lieferung und Installation der Sicherheits- und Kommunikationssysteme, die Instrumentierung der Züge zur Ausübung ihrer Auskunftsfunktionen und deren Wartung für fünf Jahre sowie ein Lager für Ersatzteile zur Gewährleistung des Wartungsmanagements.
Die Eisenbahnüberwachung ist ein Verfahren, bei dem die Hauptparameter des Gleises mit dem Ziel analysiert werden, die Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit der Infrastruktur sicherzustellen, zu erhalten und zu erhöhen. Die Überwachungszüge sind mit der Instrumentierung sowie der Hard- und Software ausgestattet, die für die Diagnose der Infrastrukturqualität notwendig sind.
Die neuen Überwachungszüge für das konventionelle Netz werden mit Achsen mit iberischer Spurweite (1.668 mm) ausgestattet, während der Zug für die internationale Spurweite mit Achsen mit Normalspur (1.435 mm) ausgestattet wird.
Die drei Züge werden selbstfahrend sein und über eine Dual-Mode-Traktion verfügen, d.h. sie werden mit Dieselantrieb, mit dem sie eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichen können, und mit Elektroantrieb mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h fahren können.
Die Züge, die in der Lage sein müssen, sowohl die Gleis- als auch die Oberleitungsüberwachung durchzuführen, müssen mit den digitalen Signalsystemen Asfa (Anuncio de Señales y Frenado Automático) und ERTMS (Europäisches Eisenbahnverkehrsleitsystem), GSM-R und Wifi-Kommunikation und unterbrechungsfreien Stromversorgungssystemen sowie mit den benötigten spezifischen Ausrüstungen für die Überwachungstätigkeit ausgestattet sein.
Dieser Vertrag ist Teil des von Adif im Oktober 2018 genehmigten Investitionsplans, mit dem das Unternehmen kürzlich den Auftrag für die Lieferung, Instrumentierung und Homologation eines neuen Hochgeschwindigkeitslaborzugs für einen Betrag von 47 Mio. EUR (einschließlich MwSt.) sowie dessen anschließende Wartung für einen Zeitraum von fünf Jahren erhalten hat.
Die neue Einheit wird für den Betrieb auf Red Ferroviaria de Interés General (RFIG) sowohl in iberischer als auch in internationaler Spurweite geeignet sein,
WKZ, GK, Quelle Adif




