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Donnerstag, 26 Dezember 2019 10:00

Ukraine: Staatsanwaltschaft untersucht illegalen Grenzübertritt eines Zuges über die Straße von Kerč

Die für die Autonome Republik Krim beauftragte ukrainische Staatsanwaltschaft hat die Voruntersuchung zu einem Strafverfahren bezüglich des illegalen Grenzübertritts eines Personenzuges auf dem Weg von St. Petersburg auf die besetzte Krim nach Sewastopol eingeleitet. Es wird darauf hingewiesen, dass während der Voruntersuchung eine rechtliche Bewertung der Handlungen von Beamten des Eisenbahnunternehmens sowie die illegale Aufnahme von Eisenbahnverkehrsdiensten zwischen der Russischen Föderation und der Krim-Halbinsel vorgenommen wird.

"Solche Handlungen des Besatzungsstaates verletzen in eklatanter Weise die staatliche Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine und zeugen von einer Vernachlässigung der allgemein anerkannten Prinzipien und Normen des Völkerrechts", so die Staatsanwälte.

Wie die urainische Nachrichtenagentur Unian berichtete, überquerte ein Personenzug auf dem Weg von Sankt Petersburg nach Sevastopol illegal die ukrainische Grenze über die illegal errichtete Brücke über die Straße von Kerč. Der Zug kam am Morgen des 25. Dezember im Bahnhof von Sewastopol an. Am 23. Dezember nahm der russische Präsident Wladimir Putin persönlich den Eisenbahnverkehr über die Brücke über die Straße von Kerč auf.

Das Außenministerium der Ukraine äußerte starken Protest im Zusammenhang mit dem unkoordinierten Besuch des Präsidenten der Russischen Föderation auf der besetzten Krim und der Eröffnung des Eisenbahnverkehrs über die Brücke über die Straße von Kerč.

Die EU nannte dies einen weiteren Schritt zur erzwungenen Integration der illegal annektierten Krim mit Russland. Darüber hinaus stellten die Organe in Brüssel fest, dass die Brücke die Schifffahrt durch die Straße von Kerč zu den ukrainischen Häfen im Asowschen Meer einschränkt.

Auch die UNO reagierten auch auf die Aufnahme des Eisenbahnverkehrs und erklärte, dass die Resolution über die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine eingehalten werden müsse.

WKZ, Quelle Unian

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