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Donnerstag, 26 Dezember 2019 16:29

Österreich: Vorinformation zur Direktvergabe der Zillertalbahn

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie hat im Amtsblatt der Europäischen Union eine Vorinformation für die Erbringung von Verkehrsdienstleistungen im Schienenpersonennah- und -regionalverkehr (SPNV) im Bundesland Tirol auf der Strecke Jenbach - Mayrhofen gegeben (2019/S 248-617025).

Die Republik Österreich beabsichtigt, vertreten durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, als zuständige Behörde im Wege der Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHI GmbH) einen Dienstleistungsauftrag direkt an die Zillertaler Verkehrsbetriebe AG zu vergeben. Die SCHI GmbH soll den Dienstleistungsvertrag mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen in eigenem Namen und auf eigene Rechnung abschließen.

Beabsichtigter Auftragsgegenstand ist die Erbringung von SPNV-Leistungen ab voraussichtlich 1.1.2021 auf folgenden Streckenabschnitten mit folgendem beschriebenen Systemangebot.

Ab 1.1.2021 Systemangebot auf der Schmalspurbahn (760 mm, Bosnische Spurweite) zwischen Jenbach und Mayrhofen (rund 0,365 Mio. km p. a.):
- 14 Zugspaare täglich, Stundentakt zwischen ca. 6:30 und ca. 19:00 sowie
- 13 Zugspaare jeden Montag und 2. Dienstag, Ergänzung auf Halbstundentakt in der Zeit zwischen ca. 6:00 bis ca. 20:00.

Leistungsanpassungen von Zugkilometern sowie deren Auswirkungen auf den Gesamtabgeltungsbetrag dürfen insgesamt nicht mehr als plus/minus 5 % des Auftragswerts des Gesamtangebotes (exklusive Valorisierung) während der gesamten Vertragslaufzeit betragen und werden allfällige Leistungsanpassungen ausschließlich im Rahmen der unionsrechtlich zulässigen Grenzen durchgeführt.

Für die Erbringung der Verkehrsdienste sind derzeit in Betrieb befindliche Dieseltriebfahrzeuge sowie lokbespannte Garnituren zum Einsatz zu bringen.

Auf den im Rahmen der Beauftragung zu erbringenden Leistungen sind grundsätzlich die Tarife der Verkehrsverbund Tirol GmbH gültig. Über die Ausgabe von Fahrkarten zu unternehmensspezifischen Tarifen hat sich das Eisenbahnunternehmen gegebenenfalls mit dem Auftraggeber sowie der Verkehrsverbund Tirol GmbH ins Einvernehmen zu setzen.

Die Vergabe des gegenständlichen Auftrages durch die zuständige Behörde ist mit Fahrplanwechsel 2023/2024 beschränkt. Der Auftraggeber behält sich eine Verlängerungsoption um bis zu 2 Fahrplanperioden, unter Bedingungen, die im Rahmen der Vertragsverhandlungen fixiert werden, vor.

Quelle EU-Ausschreibung

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