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Sonntag, 29 Dezember 2019 14:00

Frankreich: CGT und Staatssekretär verschärfen Streit um Renten

Die soziale Bewegung, die Frankreich seit einigen Wochen im Hinblick auf die Rentenreform aufrüttelt, hat eine Kluft zwischen der Exekutive und einigen Gewerkschaften geschaffen. Im "Journal du dimanche" am 29. Dezember lieferten sich der Staatssekretär für Verkehr, Jean-Baptiste Djebbari, und Philippe Martinez, Generalsekretär der CGT, ein Wortgefecht.

Herr Djebbari erklärte, die Franzosen sollen sich von der Politisierung der CGT nicht täuschen lassen und prangerte "einen Druck an, der auf ungewöhnliche Weise auf einen Teil der Eisenbahner ausgeübt wird". Diese Haltung sei inakzeptabel. "Ich habe die Verantwortlichen der SNCF und der RATP gebeten, wachsam zu sein und angesichts der Einschüchterungen, Schikanen und sogar Aggressionen, denen die Mitarbeiter, die sich für die Arbeit entschieden haben, ausgesetzt sind, entschlossen zu handeln", sagte er.

Der Staatssekretär für Verkehr griff insbesondere die CGT an und warf ihr vor, "eine Gewerkschaftsbewegung der systematischen Opposition gegen jede Reform, der Blockade und manchmal der Einschüchterung" zu praktizieren. "Die CGT-Eisenbahner und SUD-Rail sind nie ins Verkehrsministerium gekommen, um zu debattieren, Vorschläge zu machen oder gar ihre Nichtzustimmung auszudrücken", sagte Djebbari, während er "den anspruchsvollen und offenen Austausch mit der UNSA und der CFDT" begrüßte.

Philippe Martinez warf der Exekutive vor, ein "Chaos" zu organisieren und "die Streikenden zu diskreditieren". "Emmanuel Macron will der Mann der neuen Welt sein, aber er imitiert Margaret Thatcher. Es gibt echte Wut. Natürlich sind 24 Tage ohne Bezahlung hart. Aber dieser Konflikt ist das Spiegelbild von zweieinhalb Jahren Leid."

Philippe Martinez wartet darauf, dass der Präsident der Republik bei seinem Neujahrsgruß am Dienstagabend erkennt, "dass die Mehrheit der Menschen nicht glücklich ist, dass er sich geirrt hat". Der Generalsekretär der CGT forderte die Regierung und Emmanuel Macron auf, "auf das Volk zu hören" und "nicht mehr so arrogant zu sein".

WKZ, Quelle Le Monde

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