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Dienstag, 07 Januar 2020 07:00

Frankreich: Anne Hidalgo verspricht vor Kommunalwahl freie Fahrt für die unter 18-Jährigen in Paris

Werden Metro, RER, Bus und Straßenbahn in Paris zumindest für junge Leute kostenlos werden? Im Januar 2019 von der sozialistischen Bürgermeisterin Anne Hidalgo abgelehnt, steht der Vorschlag wieder auf der Tagesordnung.

"Die Ausweitung der kostenlosen öffentlichen Verkehrsmittel für alle Pariserinnen und Pariser unter 18 Jahren" wird eine der wichtigsten Maßnahmen im Programm von Anne Hidalgo bei ihrer Wiederwahl sein, kündigte ihr erster Abgeordneter Emmanuel Grégoire am Sonntag, den 5. Januar, in einem Interview mit dem Journal du Dimanche an. "Sie wird in den kommenden Monaten umgesetzt werden, falls die Pariser sich entscheiden, mit uns weiterzumachen", verspricht er und schlägt bereits genaue Bedingungen vor: Es wird eine kostenlose Navigo-Karte sein, ohne Vorauszahlung".

Kaum enthüllt, löste das Projekt die Begeisterung der Verbündeten der scheidenden Bürgermeisterin aus. "Bald werden die öffentlichen Verkehrsmittel für junge Leute frei sein, schließlich werden sie für alle frei sein", erwartet Jacques Baudrier, einer der gewählten Mitglieder der Kommunistischen Partei (PCF) von Paris.

Diese Maßnahme ist "demagogisch und negativ", kommentiert dagegen Jean-Marc Janaillac, ehemaliger Leiter der RATP auf Twitter. "Der öffentliche Verkehr braucht Mittel, um das Angebot zu erhöhen", fügt er hinzu. Die Reduzierung der Ressourcen bedeute eine Verarmung der Ressourcen. "Den Kindern von Pariser Führungskräften kostenlosen Transport anzubieten, ist unsozial. Es ist absurd, jungen oder alten Menschen unabhängig von ihrem Einkommen kostenlosen Transport anzubieten."

Bereits im März 2018 hatte Anne Hidalgo die Idee für alle Nutzer vorgestellt. Aber nachdem sie die Möglichkeit von ihren Assistenten bewerten ließ, hatte sie den Vorschlag zurückgenommen. Die gesamte Zuwendung hätte die Gemeinschaft für eine marginale Auswirkung auf die Umwelt 3,3 Mrd. EUR pro Jahr gekostet. Die Maßnahme hätte viele Fußgänger und Radfahrer dazu veranlasst, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, was die Überlastung des Netzes noch verstärkt hätte.

WKZ, Quelle Le Monde

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