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Mittwoch, 15 Januar 2020 08:00

Ungarn: Ausschreibung über 115 neue Elektrolokomotiven

Das ungarische Bahnunternehmen MÁV-Start hat das Beschaffungsverfahren für 115 moderne Elektrolokomotiven eingeleitet, die frühestens in der ersten Hälfte des Jahres 2022 zur Verfügung stehen sollen.

Laut der Ankündigung von MÁV-Start sind moderne Hochgeschwindigkeitslokomotiven unverzichtbar, um auf den sanierten Streckenabschnitten eine Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometern zu erreichen. Von modernen Triebfahrzeugen wird auch erwartet, dass sie durch die Verkürzung der Reisezeiten die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn erheblich steigern werden. Die neuen Lokomotiven sollen mit 200 km/h fahren können und neben dem Inlandsbedarf auch auf internationalen Strecken wie Deutschland, der Slowakei und Slowenien eingesetzt werden, wofür sie für mehrere Stromsysteme ausgerüstet sein müssen.

Mit der Anschaffung von 90 Zwei- und 25 Dreisystem-Elektrolokomotiven wird es möglich sein, insbesondere die in die Jahre gekommene Baureihe 431 (V43, Spitzname Szili) zu ersetzen, die nur eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h hat.

Bei Erfolg wird der Vertragsabschluss bis Ende 2020 erwartet, die ersten neuen Lokomotiven sollen frühestens 2022 in Betrieb genommen werden. Es ist geplant, den Kauf durch ein Darlehen zu finanzieren.

Anfang des Jahres hatten MÁV-Start und Stadler bereits einen Vertrag über den Kauf von 21 neuen Triebzügen unterzeichnet, für den das Unternehmen 106 Mrd. HUF (313 Mio. EUR) vom Staat erhielt.

WKZ, Guido Bieniek, Quelle MÁV

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Letzte Änderung am Dienstag, 14 Januar 2020 19:04

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