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Montag, 20 Januar 2020 07:10

Frankreich: Zukunft der Ligne des Causses im Zentralmassiv ist vorerst gesichert

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Bilder einer Mitfahrt 2015 im "IC 15940" von Béziers über Millau - Neussargues nach Clermont-Ferrand. Fotos Rüdiger Lüders.

Die Regionen Occitanie und Auvergne-Rhône-Alpes haben Ende Dezember ein Finanzierungsabkommen mit dem Staat geschlossen, um den Abschluss der Arbeiten an der Ligne des Causses zu gewährleisten. Der Train de l'Aubrac wird auf den Gleisen zwischen Clermont-Ferrand und Béziers erhalten bleiben, versicherten Carole Delga, Präsidentin der Region Occitanie und Laurent Wauquiez, Präsident der Region Auvergne-Rhône-Alpes.

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Die historische Linie, die 1932 elektrifiziert wurde, ist heute eines der Wahrzeichen des Kampfes der Regionen für die Erhaltung der Kleinen Linien in den Territorien. Der Train de l'Aubrac hatte seine Blütezeit in den 1980er Jahren mit der Einführung des Express L'Aubrac. Allerdings droht nun die Schließung, so dass dringend größere Investitionen in Höhe von 11,5 Mio. EUR für die Sanierung der Gleise erforderlich sind.

"Die Schließung der Ligne des Causses war undenkbar, um die Mobilität der Einwohner, aber auch die Umwelt und die Wirtschaft dieser Region zu erhalten. Die Herausforderungen: Diese Schließung hätte sicherlich dazu geführt, dass 140 zusätzliche Lkw pro Tag auf die Straßen von Okzitanien und Aura gebracht worden wären und möglicherweise zur Schließung von Arcelor-Mittal und seinen 370 Arbeitsplätzen in Saint-Chély d'Apcher bedeutet. Aus diesem Grund haben wir hart an Lösungen gearbeitet und die finanzielle Verpflichtung des Staates auf der Ebene der beiden Regionen erhalten, um die notwendigen Arbeiten zur Erhaltung dieser Strecke für den Güter- und Personenverkehr durchzuführen. Es ist eine große Schlacht, die wir gerade gewonnen haben, in einer gemeinsamen Anstrengung! " sagte Jean-Luc Gibelin, Vizepräsident der Region Occitanie, zuständig für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur.

Für Martine Guibert, Vizepräsidentin der Region Auvergne-Rhône-Alpes und zuständig für Verkehrsfragen: "Die Linie des Aubrac ist gerettet! Nach monatelangen Verhandlungen und dank der kollektiven Mobilisierung haben die Region Auvergne-Rhône-Alpes, der Staat und die Region Occitanie beschlossen, Notfallarbeiten an der Ligne des Causses mit mehr als 11 Mio. EUR zu finanzieren. Dies ist eine Erleichterung für unser Gebiet und für die Mitarbeiter der Firma Arcelor Mittal in Saint Chély d'Apcher. Wir müssen diese Arbeiten nun nutzen, um ein beständiges Gebietsprojekt zu bauen, das das Garabit-Viadukt und die Ligne des Causses einschließt, und so die neuen Arbeitsphasen zur vollständigen Erneuerung der Strecke vorbereiten."

Die Züge

Der Cévenol (Clermont-Ferrand - Nîmes) wird seit 2019 zu 100% von der Region Occitanie betrieben und verläuft auf der Ligne des Cévennes.

Der Aubrac (Clermont-Ferrand - Béziers) ist ein sogenannter "Train d'équilibre du territoire" (TET), der vom Staat und den beiden Regionen kofinanziert wird. Er fährt einen Teil seiner Strecke auf der Ligne des Causses (Neussargues - Béziers).

Finanzierung und Arbeitsplan

Zwischen Séverac-le-Château und Millau wurden 2019 die ersten Dringlichkeitsarbeiten durchgeführt, die von der Region Occitanie mit 3,57 Mio. EUR finanziert wurden. Darüber hinaus ermöglicht der von der Region Occitanie im Oktober letzten Jahres verabschiedete Notfallplan (76 Mio. EUR) die Finanzierung der Aufrechterhaltung des Betriebs zwischen Béziers und der Grenze Auvergne - Rhône-Alpes in Höhe von 19 Mio. EUR.

Eine neue Etappe wurde gerade am Ende der spezifischen Lenkungsausschusssitzung vom 19. Dezember 2019 erreicht, die zu einer Vereinbarung über die Finanzierung einer zweiten Investitionsphase für den Nahbereichsanschluss von St. Chély d'Apcher führte. 11,46 Mio. EUR werden somit gebunden, um den Betrieb der Eisenbahnlinie von 2022 bis Ende 2024 zu gewährleisten, die zu gleichen Teilen zwischen dem Staat, der Region Auvergne-Rhône-Alpes und der Region Occitanie aufgeteilt wird.

Arcelor Mittal seinerseits setzt sich voll und ganz für die Entwicklung der Produktion des Werks und die verstärkte Nutzung des Schienenverkehrs am Standort St. Chély ein.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, WKZ, Quelle Regionen Auvergne-Rhône-Alpes und Occitanie, France 3

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