Schweden: Einsparpotentiale von Ostlänken kaum einzuhalten
Die Kostenanalyse für die neue Hauptstrecke Järna - Linköping (Ostlänken) durch die schwedische Verkehrsbehörde Trafikverket ist abgeschlossen. Sie zeigt, dass einige Teile der geplanten Bahn kostenmäßig hoch angesiedelt sind, während gleichzeitig große Teile das Budget einhalten. Eine ausreichende Absenkung der Kosten ist kaum möglich, trotzdem soll das Projekt in Etappen von Norden beginnend gebaut werden.

"Die schwedische Verkehrsbehörde hat zusammen mit den Gemeinden entlang der Bahnstrecke eine Untersuchung durchgeführt, um zu sehen, wie Ostlänken ohne Erhöhung der Kosten gebaut werden kann. Die Untersuchung zeigt, dass die Kosten nur geringfügig gesenkt werden können, wenn sie keine größeren Auswirkungen auf den Betrieb der Bahn haben sollen", sagt Einar Schuch, Regionaldirektor bei Trafikverket.
Im aktuellen nationalen Plan für das Transportsystem ist für Ostlänken eine Finanzierung von ca. 54 Mrd. SEK (5 Mrd. EUR, Preisniveau 2017) vorgesehen. Im April 2019 musste die schwedische Trafikverket ankündigen, dass der aktuelle Vorschlag für Ostlänken um mehr als 10 Mrd. SEK teurer sein könnte. Die geotechnischen Bedingungen, längere Tunnel und Stadtdurchfahrten machten größere Ausgabenposten aus als ursprünglich angenommen.
Insgesamt können nur Einsparmaßnahmen (Optimierte Gleisanlagen, Brücken- und Tunnelprofile, technische Lösungen) von höchstens bis zu 1 Mrd. SEK erreicht werden:
• Linköping 230-330 Mio. SEK
• Norrköping 200-250 Mio. SEK
• Nyköping 120-200 Mio. SEK
• Trosa/Södertälje 150-220 Mio. SEK
-------------------------------------------------
Summe 700-1000 Mio. SEK
-------------------------------------------------
"Auf der Grundlage dieser Entscheidungsgrundlage können wir bestimmte Schlussfolgerungen für die anstehenden Arbeiten ziehen. Wir planen, in Etappen zu bauen und beginnen mit dem nördlichen Teil von Ostlänken, zwischen Järna und Norrköping", sagt Einar Schuch.
Auf der Strecke von Norrköping nach Süden gibt es hingegen große Kosten und Unsicherheiten. Das bedeutet, dass Trafikverket für die Strecke bis Linköping die Planungsarbeiten abschließen und weiterhin nach einer möglichen Kostenoptimierung suchen wird.
Ostlänken wird eine 160 km lange zweigleisige Eisenbahn mit Stadtdurchfahrten, Brücken und Tunneln sein. Seit den 1990er Jahren hat sich der Bahnreiseverkehr verdoppelt und die Prognosen zeigen einen kontinuierlichen Anstieg. Gleichzeitig sind die bestehenden Strecken stark belastet und der Bedarf an Kapazitätserweiterungen ist groß.
WKZ, Quelle Trafikverket




