Spanien: Mit ALCO-Loks auf Breitspurgleisen


In der letzten Januar-Woche bereiste eine internationale Gruppe von Eisenbahnfreunden den Südwesten Spaniens mit einem Sonderzug des spanischen Verkehrsunternehmens ALSA, der vom britischen Veranstalter PTG Tours gemietet war. Die Zugkomposition bestand aus zwei ehemaligen RENFE-Lokomotiven der Reihe 321 mit den alten Nummern 2148 und 2150, vier grünen Reisezugwagen des Typs "BB" und einem zum Heizwagen umfunktionierten Gepäckwagen.








Von den sechsachsigen Lokomotiven der Reihe 321 (ursprünglich 2100) wurden die ersten acht Exemplate 1965 bei ALCO in Schenectady, NY als Typ DL-500 gebaut, weitere 72 Loks entstanden in Lizenzfertigung bei Astilleros Euskalduna, dem Vorgänger der heutigen CAF. Der Planeinsatz dieser Baureihe bei RENFE ist zwar längst beendet, doch einige Lokomotiven wurden vom spanischen Infrastrukturbetreiber ADIF aufgearbeitet und werden zuweilen für Arbeitszüge bei Gleisbauarbeiten eingesetzt. Andere wurden an private Verkehrsunternehmen verkauft, so wie die von ALSA erworbenen Lokomotiven.
Der Sonderzug befuhr u.a. die Strecken von Madrid über Cáceres - Mérida nach Zafra, tags darauf von Zafra nach Huelva und weiter über Los Rosales nach Zafra sowie schließlich von Zafra über Mérida - Puertollano zurück nach Madrid. Somit ging die Reise über Nebenstrecken, die derzeit modernisiert werden. In einigen Bahnhöfen, z.B. in Valdemusa und in Almorchon konnten noch die inzwischen selten gewordenen spanischen Formsignale im Einsatz erlebt werden. In der Stellung "Fahrt frei" zeigt der Signalflügel hier interessanterweise senkrecht nach oben.
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