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Freitag, 07 Februar 2020 07:10

Grossbritannien: Bahnverkehr nördlich von London am Donnerstag gestört

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Fotos Network Rail.

Bei der britischen Eisenbahn scheint es jetzt zum Alltag zu gehören, dass Gleise, Oberleitung oder Signaltechnik beschädigt sind und Züge deshalb ausfallen oder stark verspätet sind.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag war die Oberleitung der Midland Mainline bei Luton beschädigt worden und musste von Technikern der Bahnnetzgesellschaft Network Rail repariert werden. Zwei der vier Gleise zwischen London St. Pancras und Bedford waren deshalb am Donnerstag während der morgendlichen Hauptverkehrszeit nicht befahrbar, weshalb Züge ausfielen oder stark verspätet und überfüllt waren. Die Bahngesellschaft Thameslink erwartete zunächst, dass die Störung den ganzen Tag anhalten würde, doch die Ingenieure von Network Rail reparierten die Fahrleitung schneller als erwartet.

Network Rail weist dennoch die Fahrgäste darauf hin, dass die Schäden an der Oberleitung, die den Verkehr zwischen Bedford und London St. Pancras International beeinträchtigt haben, erst bis zum abendlichen Hauptverkehrszeit behoben sein sollten. Dadurch können die Bahnbetreiber Thameslink und East Midlands Railway wieder mehr Züge anbieten. Fahrgästen wird dennoch weiterhin geraten, sich vor Reiseantritt über Verspätungen oder Zugausfälle zu informieren.

Der Labour-Abgeordnete von Bedford, Mohammad Yasin, sagte, der Service der Bahngesellschaft Thameslink sei "nicht besser" als der von der Regierung übernommene Betrieb von Northern Rail. "Ich habe den Eisenbahnminister vor ein paar Wochen getroffen, all das erwähnt und ihn aufgefordert, diesen Fall dringend zu untersuchen, weil die Bahnkunden in Bedford leiden müssen", sagte er.

Thameslink informierte alle Bahnkunden zwischen London, Luton und Berdford, dass am Donnerstag nur ein reduzierter Service zwischen Bedford und London angeboten werden konnte. Thameslink hat auch die Folgen anderer Vorfälle un ihrem Netz zu beseitigen, die sich auf Thameslink-Züge auswirken und zu Ausfällen führen können. Insbesondere gilt dies fpr einen Unfall, der die Station East Croydon heute früh betroffen hat. Am Nachmittag rechnete Thameslink noch mit einigen Stornierungen während der abendlichen Hauptverkehrszeit. Die Reise-Apps werden jedoch laufend aktualisiert, um den aktuellen Stand widerzuspiegeln.

Kommrntar unserer Redaktion dazu:

Die verständnislosen Politiker machen dafür noch immer die Bahngesellschaften verantwortlich und wollen nicht wahrhaben, dass eigentlich die staatliche Infrastruktur-Gesellschaft Network Rail Schuld ist am vernachlässigten Schienennetz. Der im heutigen BBC-Bericht zitierte Labour-Abgeordnete von Bedford zeigt dies wieder, denn er nennt Thameslink im Vergleich mit Northern, obwohl beide Gesellschaften immer wieder versucht haben, den gestörten Bahnbetrieb in den Griff zu bekommen. Eine Verstaatlichung der Bahngesellschaften wird diese Probleme jedoch nicht lösen, solange nicht Network Rail mehr Mittel für die erforderliche grundlegende Instandsetzung des britischen Schienennetzes erhalten hat.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Quelle BBC, Network Rail

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