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Freitag, 06 März 2020 07:05

Dänemark: RINA erhält Auftrag zur Überwachung des baulichen Zustands der Storstrøm-Brücke

Istantanea 7 cutNeue Storstroem

Fotos RINA, Vejdirektoratet.

RINA, ein Unternehmen der Infrastrukturüberwachung hat den Zuschlag für das strukturelle Zustandsüberwachungssystem (SHMS) und das Korrosionsüberwachungssystem (CMS) für das Storstrøm-Brückenprojekt in Dänemark erhalten. Das neue System wird umfassende Informationen über die Strukturintegrität zusammen mit der Analyse von Brückenparametern und Umweltbedingungen liefern.

Der Bau der Storstrøm-Brücke wird vom Konsortium SBJV (Itinera, Condotte und Grandi Lavori Fincosit, Ingegneria), einem italienischen Joint Venture unter der Leitung von Itinera SpA, durchgeführt. Das 3,84 km lange Bauwerk wird die drittgrößte Brücke Dänemarks werden und als Fortführung der festen Querung des Fehmarnbeltes Seeland und die Insel Falster über Masnedø verbinden. Die ersten Bauphasen begannen 2018, und die Brücke soll im Februar 2022 für den Verkehr freigegeben werden.

"Die Einbindung der Digitalisierung in Infrastrukturprojekte wird immer häufiger vorgenommen", erklärte Domenico Donisi, Leiter des Bereichs Smart Monitoring bei RINA. "Dies wird das dritte große globale Brückenprojekt sein, bei dem RINA für die Verwaltung des SHMS ausgewählt wurde.

Nach der Vergabe der Ausschreibung im Januar hat RINA mit der Arbeit am detaillierten Entwurf des Zustandsüberwachungssystems begonnen, der die Genehmigung der Sensorlösung durch den Endkunden, die Sensorposition, die Kabelführung und die Schnittstelle zum SCADA-System (Supervisory Control And Data Acquisition) der Brücke umfasst.

Donisi fuhr fort: "Wir haben mit den Planungsarbeiten für die Brücke begonnen, aber der Höhepunkt des Projekts für das SHMS / CMS wird entsprechend den geplanten Bauphasen im Jahr 2021 erreicht. Wir werden sowohl Hardware- als auch Software-Experten zur Verfügung stellen, um ein vollständig maßgeschneidertes System- und Bedienungs-Dashboard auf der Grundlage der spezifischen Anforderungen für die Brücke zu erstellen.

Das SHMS wird die neuesten faseroptischen Sensoren zur Überwachung von Parametern wie Dehnung und Temperatur verwenden. Diese bieten einen erheblichen Vorteil gegenüber herkömmlichen elektrischen Sensoren, da sie immun gegen elektromagnetische Störungen sind und die Daten über das Brücken-Telekommunikationssystem übertragen werden können, so dass keine zusätzliche Verkabelung erforderlich ist. Die Glasfasertechnologie bietet auch eine zuverlässigere Lösung für die Brückenumgebung, da sie gegen Feuchtigkeit, Korrosion und elektromagnetische Felder resistent ist.

"Obwohl unsere SHMS / CMS-Lösungen auf unseren bisherigen Erfahrungen basieren, muss jedes System speziell für die individuelle Brückenkonstruktion und -umgebung ausgelegt werden. SHMS ist in den letzten drei bis fünf Jahren zu einem wesentlichen Bestandteil der Infrastrukturentwicklung geworden. Die Storstrøm-Brücke befindet sich an einem besonders schwierigen Standort, der anfällig für starke Winde und raue Wetterbedingungen ist.

Das SHMS / CMS wird die gemessenen Korrosionsniveaus mit anderen Parametern, wie z.B. der Temperatur, korrelieren. Strukturinformationen werden auch mit den Umgebungsbedingungen, wie z.B. der Windgeschwindigkeit, korreliert. Durch den Vergleich mit einer Grundlinie und unter Verwendung von Algorithmen zur Ermüdungsanalyse wird das System die Restlebensdauer der Brückenkonstruktionen abschätzen. Es wird so angepasst, dass es mit der SCADA-Brücken-Steuerung verbunden werden kann, die aus Sicherheitsgründen ein lokalisiertes, geschlossenes System ist. Die Bediener erhalten über das kundenspezifische Dashboard klare Informationen über den Status der Brücke, einschließlich der Alarm- und Warnsysteme.

Der RINA-Teil des Storstrøm-Brückenprojekts wird bis zum Ende des Projekts laufen. Neben den Design- und Ingenieurdienstleistungen wird RINA auch die Installationsüberwachung, Tests, Inbetriebnahme und Schulung der Systeme übernehmen. Die Erprobung des SHMS / CMS ist für Ende 2021 geplant, wobei die Übergabe im Februar 2022 nach der Unterzeichnung durch das dänische Straßenverkehrsamt abgeschlossen sein wird.

WKZ, Quelle RINA

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Letzte Änderung am Donnerstag, 05 März 2020 20:43

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