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Dienstag, 17 März 2020 07:10

Portugal: Übernahme von EMEF durch CP vollzogen

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Fotos Rüdiger Lüders, CP.

Die portugiesische Eisenbahngesellschaft CP - Comboios de Portugal hat am 06.03.2020 bekannt gegeben, dass sie die Fusion mit der Wartungsgesellschaft EMEF ( Empresa de Manutenção de Equipamento Ferroviário ) abgeschlossen und dabei die Anzahl der Direktoren um 46% reduziert hat.

Die Bekanntgabe der CP folgte einer Untersuchung der Europäischen Kommission, die in der Übernahme keine illegale Beihilfe durch den Staat gesehen hat. Nach der Beschwerde eines Konkurrenten kam die Europäische Kommission zu dem Schluss, dass eine Reihe von finanziellen Maßnahmen, die CP zugunsten von EMEF ergriffen hat, keine staatliche Beihilfe für das Unternehmen zur Instandhaltung von Eisenbahnmaterial darstellen. Daher verstießen die erfolgten Darlehen und Kapitalerhöhungen nicht gegen die EU-Vorschriften. Der Staat hatte 1,8 Mrd. EUR in 17 Kapitalerhöhungen in die CP gesteckt.

Die Fusion durch Eingliederung der EMEF in die CP zielt darauf ab, die Redundanzen und Zwänge, die sich aus der früheren Art der Verwaltung ergeben, zu beseitigen, um die Ressourcen zu optimieren und den Austausch zwischen beiden Parteien zu verbessern. Es wird mit einer Kostenreduzierung von etwa 1,2 Mio. EUR pro Jahr gerechnet.

Die Definition des neuen Organigramms des Unternehmens wurde nach Angabe der CP von wesentlichen Faktoren wie der Kompetenz des technischen Personals, der Verjüngung der Führungskräfte und der Konzentration auf die Bereiche Betrieb und Wartung des Rollmaterials geleitet.

Die Einrichtung der neuen Struktur erfordert die Entlassung aller bisherigen Führungskräfte und deren Neubestellung. Sobald die Umstrukturierung des Unternehmens abgeschlossen ist, reduziert CP die Anzahl der Direktoren um 46%. Die 69 bestehenden Direktoren in der Summe der beiden bisherigen Strukturen (CP und EMEF) sollen in der neuen organischen Konfiguration auf 37 reduziert werden. Die Gesamtzahl der Manager und Verantwortungspositionen geht damit trotz der Schaffung neuer Funktionsbereiche zurück.

Im Rahmen der nun abgeschlossenen Umstrukturierung wurden Verantwortungspositionen zugewiesen, die darauf abzielen, ein Unternehmen mit fast viertausend Mitarbeitern zu leiten, die geografisch verteilt sind und unterschiedliche Verantwortlichkeiten und Unterbereiche haben, wie z.B. Betrieb, Handel, Marketing, Sicherheit von Personen und Gütern, Verkehrssicherheit, Instandhaltung des rollenden Materials, Technik, Informationssysteme, Instandhaltung der Anlagen, Finanzen, Personal, Recht, Qualität, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, Umwelt, soziale Verantwortung, Einkauf, Logistik, strategische Planung, Innovation, Vermögensverwaltung, Rechnungsprüfung, Risikobetrachtung, institutionelle Beziehungen, internationale Beziehungen, u.a.

CP betrachtet diese Klarstellungen als wichtig, um das Image des Unternehmens zu verteidigen, aber auch, um die Anstrengungen der Tausenden von CP-Mitarbeitern zu würdigen, die sich täglich dafür einsetzen, die nationale, regionale und städtische Mobilität vieler Millionen Fahrgäste zu gewährleisten.

WKZ, Quelle CP, TSF

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