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Donnerstag, 19 März 2020 07:10

Spanien: Adif und Adif AV können laufende Ausschreibungen angesichts der Corona-Krise aussetzen

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Fotos Adif.

Die spanischen Infrastrukturverwalter Adif und Adif Alta Velocidad schließen nicht aus, derzeit laufende Vergabeverfahren, die zwar ausgeschrieben, aber noch nicht an ein Unternehmen vergeben worden sind, angesichts des im Land verordneten Alarmzustands zur Bekämpfung des Coronavirus auszusetzen.

Darauf wiesen die öffentlichen Unternehmen in einer Bekanntmachung hin, in der sie die Fristen für die Einreichung von Angeboten für Verträge, die in diesen zwei Wochen, zwischen dem 16. und 31. März, eingehen sollten, zunächst um fünfzehn Tage verlängerten.

Adif warnt im spanischen Amtsblatt BOE (Agencia Estatal Boletín Oficial del Estado) davor, dass "solange die Notfallsituation andauert, es zu weiteren Verlängerungen und sogar zur Aussetzung der entsprechenden Ausschreibungsverfahren kommen kann".

Vorläufig hat das vom Verkehrsministerium abhängige Unternehmen vereinbart, dass für alle Verträge, für die die Frist für die Einreichung von Angeboten zwischen dem 16. und 31. März liegt, diese Frist um 15 Kalendertage ab dem in der jeweiligen Ausschreibung angegebenen Datum verlängert wird.

Adif und Adif Alta Velocidad sind zwei der wichtigsten öffentlichen Einrichtungen, die öffentliche Arbeiten im Land fördern. Im Jahr 2019 schrieben beide Arbeiten im Gesamtwert von 1,923 Mrd. EUR aus, obwohl dieser Betrag eine Reduzierung von 32% gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Im Januar schrieben sie nach Angaben des Arbeitgeberverbandes der großen Bauunternehmen, Seopan, Arbeiten im Wert von 97,2 Mio. EUR aus.

Derzeit führt Adif Arbeiten in verschiedenen AVE-Korridoren durch, wie dem AVE nach Galicien, dem in der Extremadura, der Verbindung nach Asturien, dem Baskischen Y und dem Mittelmeerkorridor.

Ebenso stehen konventionelle Eisenbahnlinien auf dem Programm, die Erweiterung des Bahnhofs Madrid Atocha und Verbesserungsarbeiten auf Regionalstrecken. Außerdem hat Adif vor kurzem eine internationale Ideenausschreibung zur Festlegung des Entwurfs für den Umbau und die Erweiterung des Bahnhofs Chamartín in Madrid gestartet, ein Makroprojekt, das auf rund 1 Milliarde EUR geschätzt wird.

WKZ, Quelle Adif, Europapress

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