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Samstag, 21 März 2020 12:00

Frankreich: Waldbahn Romantik in den Vogesen

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Zwischen den 1880er und den 1950er Jahren entstand, ausgehend von der kleinen Ortschaft Abreschviller/Alberschweiler in den lothringischen Vogesen ein bis zu 73 km langes Waldbahnnetz, welches in der preußischen Feldbahnspur des 19 Jahrhunderts -  700 mm - errichtet wurde.

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Zunächst mit Pferdezug betrieben wurde 1906 mit einer Mallet Dampflok bei der MF Heilbronn beschafft, welche auch heute noch die Hauptlast des Betriebes - wenn auch jetzt im touristischen Verkehr - trägt. 1964 wurde der Betrieb weitgehend durch Holzförderung per Lkw ersetzt, ein Restbetrieb endete 1965.

Bereits zum Zeitpunkt der Einstellung bemühten sich Freunde der Bahn, aufgrund des außergewöhnlichen Charmes von Landschaft und Schmalspurbahn um eine touristische Nachnutzung. Bereits 1968 verkehrten die ersten Personenzüge des A.C.F.A. und heute ist die Bahn ein Anziehungspunkt -  selbst für Tagesausflüge aus dem benachbarten Süddeutschland.

In der Hochsaison verkehren an den Betriebstagen bis zu 3 Zugpaare, wobei am heutigen Endpunkt der 6,1 km langen Strecke - in Grand Soldat - ein Museum zu den Formen und Techniken der Holzbearbeitung besucht werden kann.

Die Waldbahn Abreschviller/Alberschweiler ist übrigens die einzige Eisenbahn Frankreichs mit einer Spurweite von 700 mm. Eine Besonderheit für die Freunde der österreichischen Schmalspurbahnen - 1970 kauften die A.C.F.A. eine ehemalige Wehrmachtslok der in über 130 Stück gebauten Serie HF110, welche damals bei den Steiermärkischen Landesbahnen in Stainz in Diensten stand.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 17. Juli 2019

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