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Montag, 23 März 2020 07:05

Schweden: Krise schafft unerwartete Zusammenarbeit

Im Normalfall sind Green Cargo, Hector Rail und DB Cargo bittere Konkurrenten. Doch im Zuge der Corona-Krise haben die drei Unternehmen nun einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Die Vereinbarung gilt für Gastmitfahrten.

Der Rückgang im Personenverkehr und die Ansteckungsgefahr in den Fahrgastabteilen erschwert den Lokomotivführern der drei Güterverkehrsunternehmen den Personalwechsel und den Zugang zu Bahnhöfen, an denen die Züge stehen, die übernommen werden sollen. Deshalb haben sich Green Cargo, Hector und DB Cargo nun darauf geeinigt, den hinteren Führerstand ihrer Züge an Kollegen abzugeben, die auf Fahrten zu ihren Einsatzplätzen angewiesen sind.

Dies geschieht jedoch nur unter bestimmten Bedingungen, wie das gewöhnlich gut informierte Lokführerforum Lokforaren schreibt. Unter anderem hat der Lokführer, der den Zug fährt, das Recht, den Zugang einem Kollegen zu verweigern. Im Normalfall versuchen die Eisenbahngesellschaften, Fahrten in Güterzügen zu vermeiden, jedoch auf Strecken, auf denen kein Personenverkehr stattfindet, erscheint dies sinnvoll. Einige Beispiele sind Vännäs - Långsele - Ånge, Ånge - Storvik und Olofström - Älmhult.

Was die Lokführer von Green Cargo betrifft, so haben sie jetzt auch die Möglichkeit, in der ersten Klasse mitzufahren, um Ausfälle zu vermeiden.

Bengt Dahlberg, MG, WKZ, Quelle Lokforaren

 

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Letzte Änderung am Montag, 23 März 2020 07:10

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