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Mittwoch, 25 März 2020 11:35

Österreich: Konkursverfahren zur Achenseebahn eröffnet

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Fotos GK, Gunter Mackinger.

Heute (25.03.2020) wurde über das Vermögen der Achenseebahn AG am Landesgericht Innsbruck ein Konkursverfahren eröffnet. Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut Insolvenzantrag auf 1,4 Mio. EUR.

Nachdem das Land Tirol weitere Zuschüsse abgelehnt hatte, fehlten der Bahn liquide Mittel, zitiert der ORF den Gläubigerschutzverband KSV1870. 2019 habe die Bahn einen Umsatz von 1,5 Mio. EUR erwirtschaften können, dabei aber einen Verlust von 250.000 EUR eingefahren.

Aufgrund der vorhandenen Aktiva dürfte die Schuldnerin nicht überschuldet sein. Die Voraussetzung für die Eröffnung der Insolvenz liege aber trotzdem vor, da bei der Schuldnerin nicht ausreichend liquide Mittel für die Bedienung der kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten vorhanden seien.

Zum Insolvenzverwalter wurde der Innsbrucker Rechtsanwalt Herbert Matzunski bestellt. Dieser werde zu entscheiden haben, ob die Vorbereitungen für die Aufnahme des operativen Betriebes weiter vorangetrieben werden. Aus der Sicht der Schuldnerin ist eine Schließung des Unternehmens nur dann vermeidbar, wenn von dritter Seite kurzfristig liquide Mittel beigebracht werden. 

Die Tiroler Landesregierung wollte weitere Landesmittel für die Achenseebahn nicht verantworten. Zum Erhalt der Bahn wurde eine OpenPetition gestartet. Im letzten Jahr wurde noch eine Kapitalaufstockung der Achenseebahn AG beschlossen.

WKZ, Quelle ORF

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Letzte Änderung am Mittwoch, 25 März 2020 11:48

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