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Mittwoch, 15 April 2020 07:05

Frankreich: Bombardier Crespin bereitet sich auf die Wiederaufnahme der Produktion vor

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Regio2N in Crespin. Foto Bombardier.

Seit der Schließung des Standorts Crespin am 16. März, einer präventiven Maßnahme zum Schutz der Mitarbeiter, wurden Bombardier-Teams mobilisiert, um den Arbeitnehmervertretern und dem Arbeitsmediziner ein solides Gesundheitsprojekt zur Wiederaufnahme der Aktivitäten vorzulegen.

"Es gibt keine Produktion mehr. Die Fabrik steht still", sagte Karim Khatabi, Gewerkschaftsdelegierter SUD, der die Produktionsstilllegung im Zusammenhang mit dem Coronavirus Mitte März beantragt hatte. "Es ist eine kluge Managemententscheidung. Ich bin angenehm überrascht."

Von den 1.500 Beschäftigten, Arbeitern und Technikern in der Produktion haben etwa 800 in Kurzarbeit mit 82% ihres Lohns gearbeitet, die anderen so weit wie möglich in Telearbeit. Sie wussten vorerst nicht, was mit Zeitarbeitern und Subunternehmern geschehen würde.

Wie Bombardier kurz vor Ostern ankündigte, wurden inzwischen die Voraussetzungen geschaffen, damit die Mitarbeiter unter maximalen Schutzbedingungen nach und nach die Produktion wieder aufnehmen können. Als Priorität wurde ein Plan zur Wiederaufnahme der unter die Garantien fallenden Wartungsarbeiten in den technischen Zentren der SNCF erstellt, um der SNCF den Mindesttransportdienst für das Pflegepersonal gewährleisten zu können.

Diese Pläne wurden eingehend untersucht und mit Rückmeldungen von Personalvertretern und dem Arbeitsmediziner angereichert. In den vergangenen drei Wochen haben Telearbeitsteams ein entsprechendes Gesundheitssystem aufgebaut und implementiert, so durch Einkauf und Versorgung von hydroalkoholischem Gel und Masken, geänderte Arbeitsorganisation und die Reinigung von Einrichtungen, Werkstätten, Werkzeugen, Büros usw.

Mit der Wiederaufnahme kann jedoch erst dann begonnen werden, wenn die Personalvertreter im Rahmen der CSE-Konsultationen (comité social et économique) ihre Stellungnahme abgegeben haben. Die Personalvertreter haben diese Zustimmung bisher nicht gegeben.

Darüber hinaus hat Bombardier dem Lycée Dampierre einen 3D-Drucker geliehen, das über eine Visierherstellungsanlage für Krankenhäuser in der Region Valenciennes verfügt, um deren Produktionskapazität zu erhöhen.

Auch das britische Bombardier-Werk in Derby plant die Wiederaufnahme der dort seit dem 25.03.2020 ruhenden Produktion.

WKZ, Rüdiger Lüders, Quelle Bombardier, France 3, Railnews.

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