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Mittwoch, 15 April 2020 11:04

Frankreich: FlixBus verschiebt FlixTrain-Pläne

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Foto FlixTrain.

Die deutsche Fernbusgesellschaft FlixBus hat beschlossen, die ursprünglich für 2021 geplante Einführung ihrer FlixTrain-Züge auf dem französischen Markt auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Die Kosten für den Zugang zur Infrastruktur werden im gegenwärtigen Kontext als zu hoch angesehen.

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Grafik WKZ.

Im Juni 2019 hatte die Gruppe ihre Absicht angekündigt, ab 2021 auf einigen wenigen Strecken zu fahren und dafür vorerst die Verbindungen Paris - Brüssel, Paris - Lyon, Paris - Nizza (Nachtzug), Paris - Toulouse und Paris - Bordeaux zu untersuchen. Die Idee bestand darin, auf konventionellen Gleisen ohne öffentliche Subventionen Fernverkehr zu betreiben, der in etwa dem Intercités-Angebot der SNCF entspricht. Die Bewertung dieser Pläne und des Eisenbahnmarktes in Frankreich konnten im März 2020 abgeschlossen werden.

"Unsere Entscheidung ist wohlüberlegt, da die Voraussetzungen für den Betrieb eines regelmäßigen FlixTrain-Dienstes in Frankreich noch nicht gegeben sind", zitiert das Wirtschaftsblatt Les Echos den Geschäftsführer von FlixBus France, Yvan Lefranc-Morin. "Das Haupthindernis, das wir sehen, sind die Kosten der Infrastruktur in Frankreich im Vergleich zu anderen europäischen Märkten", argumentierte er. Er deutete an, dass er seine Meinung ändern könnte, wenn die Produktionskosten in Zukunft sinken sollten.

Flixbus, dessen Reisebusse seit der Epidemie nicht mehr auf französischen Autobahnen verkehren, erklärt, dass es diese Wahl auf der Grundlage von Marktforschungen und unabhängig von Covid-19 getroffen habe.

WKZ, Quelle Les Echos

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Letzte Änderung am Mittwoch, 15 April 2020 11:17

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