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Freitag, 24 April 2020 11:24

Dänemark: Bauarbeiten zum Fehmarn-Tunnel beginnen am 1. Januar 2021

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Foto Ministerium für Verkehr und Wohnungswesen.

Die breite politische Mehrheit hinter der Fehmarnbelt-Verbindung (Regierung S, V, DF, RV, SF, K und LA) hat sich heute (24.04.2020) darauf verständigt, dass die Fehmarn A/S am 01.01.2021 mit den Bauarbeiten für den Tunnel unter dem Fehmarnbelt beginnen kann. Der Tunnel soll dann Mitte 2029 in Betrieb genommen werden.

Femern A/S hat bereits eine Vereinbarung mit Fehmarn Belt Contractors (FBC) getroffen, einen Arbeitshafen für das Projekt zu bauen. Nun hat ein zustimmender Vergleich entschieden, dass Fehmarn A/S die Verträge, die im Mai 2016 mit dem Auftragnehmerkonsortium Femern Link Contractors (FLC) als bedingte Verträge unterzeichnet wurden, beginnen kann. Dies bedeutet, dass die Bauarbeiten mit Tunnelelementfabrik, Tunnelportal in Lolland sowie Wohn- und Verwaltungseinrichtungen am 1. Januar 2021 beginnen. Auf deutscher Seite werden die Bauarbeiten bis Mitte 2022 abgeschlossen sein.

Es wird erwartet, dass die Tunnelelementfabrik Anfang 2023 mit der Produktion der ersten Tunnelelemente beginnen kann. Die Verschiffung und das Eintauchen der ersten fertigen Tunnelelemente wird voraussichtlich Anfang 2024 erfolgen.

Die Vereinbarung bedeutet, dass die Fehmarnbelt-Querung nun voraussichtlich Mitte 2029 eröffnet wird. Fehmarn A/S hat mit FLC über die Möglichkeit verhandelt, die Arbeiten bereits Mitte 2020 zu beginnen, was sich jedoch teilweise wegen der Korona-Krise als nicht durchführbar erwiesen hat. Dies hat zur Folge, dass der Tunnel bis zu sechs Monate später als erwartet eröffnet wird. Es ist jedoch möglich, einen Teil der Zeit im Zusammenhang mit den noch nicht ausgeschriebenen Verträgen für die Installationen im Tunnel aufzuholen. Diese müssen als letzte im Bauprozess durchgeführt werden.

Der Verkehrsminister Benny Engelbrecht ist erfreut über die anhaltend starke Unterstützung für das Projekt. "Es ist eine historische Entscheidung, die der Einigungskreis heute getroffen hat, die großen Bauaufträge einzuleiten und mit dem Bau auf dänischer Seite zu beginnen. Nun werden wir bald sehen können, dass die großen Bauarbeiten in Rødbyhavn im Gange sind. Die Fehmarnbelt-Verbindung wird ein neues Tor zu Europa und ein neues Tor für grüne Verkehrslösunge sein."

"Anstatt das deutsche Gerichtsverfahren zu den Klagen über die Genehmigung der deutschen Regierung abzuwarten, nutzen wir die Zeit, indem wir die Bauarbeiten auf dänischer Seite einleiten. Dadurch werden jetzt viele neue Arbeitsplätze in Lolland geschaffen, was dazu beitragen wird, die Wirtschaft wieder anzukurbeln."

Die Fehmarnbelt-Verbindung wird von den Nutzern der Festverbindung und der Unterstützung der EU-Fazilität "Connecting Europe Facility" (CEF) finanziert. Folglich haben die Baukosten keine Auswirkungen auf die Staatskasse und schränken den Spielraum für Investitionen in andere Infrastrukturprojekte in Dänemark nicht ein.

WKZ, Michael Laudahn, Quelle Ministerium für Verkehr und Wohnungswesen

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Letzte Änderung am Freitag, 24 April 2020 11:59

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