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Montag, 27 April 2020 10:30

Polen: Elektrifizierung der Preußischen Ostbahn zwischen Kostrzyn und Piła bestätigt

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Fotos Rüdiger Lüders.

Wie die Gazeta Lubuska am 24. April 2020 meldete, ist die Modernisierung und Elektrifizierung der sog. Preußischen Ostbahn zwischen Kostrzyn und Piła eine beschlossene Sache. Die Arbeiten sollen allerdings erst 2023 beginnen, so dass die alte Technik und Anlagen einschließlich der Signale aus der Vorkriegszeit auf der Strecke noch eine Weile erhalten bleiben.

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Radosław Śledziński vom Infrastrukturunternehmen PKP Polskie Linie Kolejowe (PLK) bestätigte auf Anfrage der Gazeta Lubuska den Beschluss.

Politiker aus Gorzów und der Region drängen seit Jahren auf eine Modernisierung und Elektrifizierung der Strecke nach Piła, um eine schnellere Bahnverbindung mit Bydgoszcz, Posen und Warschau zu erreichen. Dieser Abschnitt der früheren preussischen Ostbahn soll ebenso wie die sich anschliessende Strecke nach Bydgoszcz für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ausgebaut werden. Durch die Modernisierung kann auch die Transportkapazität erhöht werden, so dass zukünftig mehr Güterzüge diese Strecke nutzen werden. Wenn dann noch der deutsche Teil der Ostbahn von Berlin bis zur Grenze modernisiert würde, könnte man von Gorzów aus auch schneller Berlin mit der Bahn erreichen.

Zu große Hoffnungen auf eine schnelle Modernisierung dämpfte Radosław Śledziński jedoch. Nach den jetzt genehmigten Plänen werde man erst 2023 mit den Arbeiten beginnen können. Sollte die EU jedoch bereits früher Mittel für den Streckenausbau freigeben, könne man auch schon 2021 die Arbeiten aufnehmen. Dabei wurden bereits vor zwei Jahren die Kosten der Elektrifizierung allein im Bereich der Region Lubuskie (etwa 100 km der Strecke) auf ca. 300 Mio. PLN (66 Mio. EUR) geschätzt.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Quelle Gazeta Lubuska

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