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Donnerstag, 26 Oktober 2017 08:38

Frankreich: Bombardier weiht Forschungslabor Surferlab für die vorbeugende Wartung ein

Die französische Transportsparte von Bombardier hat am Mittwoch (25.10.17) ihr neues Fernwartungslabor Surferlab eingeweiht, das gemeinsam mit dem auf Analysesysteme für Industriemaschinen spezialisierten KMU Prosyst und der Universität von Valenciennes und Hennegau-Kambraisis betrieben wird. Surferlab verfügt über ein Budget von 2,1 Mio. Euro für vier Jahre, von denen 500.000 Euro jetzt von der Region Hauts-de-France bereitgestellt wurden. Die 16 festangestellten Mitarbeiter sollen mit Unterstützung von Konstrukteuren und Postdoc-Forschern neue digital unterstützte Wartungsmethoden entwickeln.

Die Zusammenarbeit zwischen der Universität und den beiden Unternehmen geht auf das im Jahr 2010 ins Leben gerufene Projekt Surfer (Surveillance active ferroviaire) zurück. Ziel dieses Projektes war die Entwicklung eines On-Board-Fehlererkennungssystems für Zugtüren. Das Surferlab wird dieses Prinzip auf andere Geräte ausdehnen, vom Motor bis zur Klimaanlage. Dies erfordert die Sammlung und effiziente Nutzung von Daten über den Betrieb der verschiedenen Elemente. "Dazu vertreiben wir kleine Softwarepakete, die die Informationen sortieren und sachgerecht präsentieren", erklärt Frédéric Grzesiak, technischer Leiter von Prosys gegenüber der Zeitung Lusine Nouvelle.

"Heute hängt der Verkauf eines Zuges sehr stark von den Kosten über seinen gesamten Lebenszyklus von etwa 30 Jahren ab," kommentierte Bombardiers Betriebsdirektor Pierre Michard die Bedeutung der Instandhaltung im Bahnbetrieb. Das System würde im nächsten Jahr bei der SNCB in Begien zum Einsatz kommen und hätte auch geholfen, den Crossrail-Auftrag in London zu gewinnen.

WKZ, Quelle LÙsine Nouvelle

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Letzte Änderung am Donnerstag, 26 Oktober 2017 08:39

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