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Freitag, 15 Mai 2020 08:00

Polen: PKP fordert die EU auf, den Eisenbahnsektor zu unterstützen

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Am 14. Mai fand ein Treffen mit dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Frans Timmermans, über die Rolle der Eisenbahnen bei der wirtschaftlichen Stabilisierung nach der durch die COVID-19-Pandemie verursachten Krise statt. Der Präsident der PKP S.A. rief zur Unterstützung von Eisenbahninvestitionen auf, die im Rahmen des EU-Konjunkturprogramms zu einer wirksamen Stimulierung der Wirtschaft beitragen sollen.

Das Treffen, das in Form einer Videokonferenz stattfand, wurde auf Initiative der CER (Gemeinschaft der Europäischen Bahnen und der Betreiber der Eisenbahninfrastruktur) abgehalten, deren Mitglied Krzysztof Mamiński, Vorstandsvorsitzender der PKP S.A., ist. Sie wurde organisiert, um die Position der Eisenbahnindustrie im Zusammenhang mit der Erholung von der Krise im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie darzustellen, und stellte einen direkten Bezug zu dem von der Europäischen Kommission angekündigten Konjunkturprogramm und den damit eingeführten finanziellen Unterstützungsmechanismen dar. Nach dem Ansatz der Europäischen Kommission sollen Sofortmaßnahmen in Form von Zuschüssen, Darlehen und Finanzgarantien gewährt werden. Mechanismus, Richtung, Umfang und Proportionen der Finanzinstrumente sind noch unbekannt.

Während des Konsultationstreffens mit dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Frans Timmermans, rief Krzysztof Mamiński dazu auf, der Unterstützung der Eisenbahnen eine besondere Priorität einzuräumen und betonte, dass Zuschüsse ein optimaler Mechanismus zur Finanzierung von Eisenbahninvestitionen seien. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Eisenbahnunternehmen und Infrastrukturbetreiber erheblich unter der Pandemie gelitten haben, was ihre Fähigkeit geschwächt hat, ihren eigenen finanziellen Beitrag zu leisten, der notwendig ist, um künftige Investitionen zu tätigen, die die Wirtschaft während der Krise antreiben werden.

"Ich begrüße alle Vorschläge für Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft, ihres Wachstums und ihrer Stabilisierung mit hohen Erwartungen und Hoffnungen", sagte der Leiter der PKP-Gruppe.

Die PKP S.A. und die PKP-Gruppe haben bereits im März Postulate zur Vereinfachung der EU-Verfahren und -Regelungen bezüglich der EU-Fonds in der aktuellen Finanziellen Vorausschau vorbereitet, um der schwierigen Situation der Branche und dem wirtschaftlichen Abschwung infolge der Pandemie zu begegnen. Diese wurden über fünf internationale Organisationen (CER, AllRail, UIRR, ERFA und UIP) an drei EU-Kommissare geschickt, die für Verkehr, Kohäsionspolitik und öffentliche Beihilfen zuständig sind. Während des Treffens betonte der Präsident der PKP S.A. die Bedeutung und Legitimität der Annahme dieser Forderungen durch die Europäische Kommission in der nächsten Zukunft.

"Als PKP-Gruppe sind wir ehrgeizig bei der Umsetzung von Eisenbahninvestitionen, und gleichzeitig erwarten wir, dass diese Ambition von Seiten der Kommission unterstützt wird," sagte Krzysztof Mamiński, Vorstandsvorsitzender der PKP S.A. "Die Gespräche mit der Europäischen Kommission sollten nicht nur zu einer Priorisierung des Eisenbahnsektors im Rahmen des EU-Konjunkturprogramms führen, sondern auch die Schiene und andere nachhaltige Verkehrsträger in den Mittelpunkt der Wiederbelebung und Erneuerung der europäischen Mobilität stellen."

Das Treffen wurde auf Initiative der CER - Community of European Railways and Infrastructure Companies - organisiert, einer Vereinigung von Infrastrukturbetreibern und Unternehmen der europäischen Eisenbahnindustrie, deren Mitglied Polskie Koleje Państwowe S.A. ist.

Auf Einladung der Europäischen Kommission nahmen an dem Treffen 5 Unternehmen teil, die das Eisenbahnsystem in ihren Ländern integrieren, unter anderem PKP, SNCF, DB und LG sowie internationale Organisationen, die unter anderem die Eisenbahnindustrie und private Transportunternehmen vertreten.

WKZ, Quelle PKP

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