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Montag, 18 Mai 2020 07:10

Polen: Ausbau Poznań - Szczecin für 4 Mrd. PLN und 160 km/h

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Nahezu 100 rekonstruierte Brücken und Viadukte werden für sichere und effiziente Zugverbindungen zwischen Poznań und Szczecin sorgen. Neue Gleise und ein neues Oberleitungsnetz werden es ermöglichen, die Geschwindigkeit zu erhöhen und die Reisezeit zu verkürzen. Der polnische Infrastrukturverwalter PKP Polskie Linie Kolejowe S.A. (PKP PLK) führt Arbeiten für etwa 4 Mrd. PLN (870 Mio. EUR) aus derm EU-Fazilität "Connecting Europe" durch. Die Arbeiten sind bis Ende 2022 geplant.

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Auf rund 187 km der modernisierten Strecke werden 95 Viadukte und Brücken über die Flüsse Warthe, Notec und Drawa wieder aufgebaut. Die Investitionen werden einen effizienten Personenzugverkehr gewährleisten und die Bedingungen für den Güterverkehr verbessern. Die Arbeiten werden das Sicherheitsniveau im Eisenbahnverkehr erhöhen. Es wird neue Straßen unter den Viadukten geben, die Anwohner werden Geh- und Radwege in der Umgebung von Mokrz, Miały, Drawski Młyn, Drawin und Mierzęcin u.a. erhalten

In Großpolen wird in Wronki die 193 m lange und 12 m breite Brücke über die Warta in Etappen gebaut, was die Weiterführung des Eisenbahnverkehrs ermöglicht. Fortschrittliche Technologie erlaubt es, die Struktur aus Segmenten zu kombinieren.

In Vorpommern wird unter anderem die Straßenüberquerung in Stargard modernisiert. An ihrer Stelle wird eine neue Konstruktion für die Eisenbahn gebaut, darunter zwei Fahrspuren, Geh- und Radwege. Treppen und Aufzüge, die vom Viadukt direkt zu den Bahnsteigen führen, werden den Zugang zu den Zügen erleichtern. Der Auftragnehmer ändert derzeit den Verlauf der unterirdischen Installationen. Ebenso werden die Viadukte in Stargard über die Gleise der Straßen Bogusława IV, Konopnicka und Składowa umgebaut.

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Bessere und bessere Reisen zwischen Poznań und Szczecin

Auf der modernisierten Strecke von Großpolen nach Stettin (Abschnitte: Poznań - Wronki, Wronki - Słonice, Słonice - Stettin Dąbie) werden die Gleise und die Oberleitung ersetzt. Es werden moderne Bahnsteige für Reisende gebaut. Sie können bereits in Poznań Wola, Kiekrz, Pamiątkowo und Baborówko eingesetzt werden. Der Reisekomfort wird durch Unterstelldächer, Bänke und eine rutschfeste Oberfläche erhöht. Für Menschen mit eingeschränkten Möglichkeiten wurden Rampen vorbereitet, und an den Bahnhöfen werden unterirdische Gänge mit Aufzügen gebaut. Ein ähnlicher Standard wird auch in Wronki, Szamotuły, Mokrz, Drawiny, Podlesiec, Dolice, Kolina und Choszczno zur Verfügung stehen.

Die Züge verkehren auf einer neuen Strecke, die mit einem Oberleitungsnetz und Steuerungseinrichtungen auf folgenden Streckenabschnitten ausgestattet ist: Poznań - Kiekrz, Rokietnica - Szamotuły, Pęckowo - Wronki. Die angrenzende Strecke ist in Vorbereitung. Gleichzeitig schreiten die Arbeiten zwischen Słonice und Choszczno, Dolice und Kolin, Reptowo und Szczecin Dąbie voran. Auch im Abschnitt Dobiegniew - Bierzwnik und im Bahnhof Drawski Mlyn werden alte Schienen, Schwellen und Fahrleitung vor der Montage neuer Schienen demontiert. Der Fortschritt der Arbeiten auf allen Abschnitten der Bahnlinie ist im Fahrplan berücksichtigt.

Die Auswirkung der von PKP PLK durchgeführten Investition wird eine Erhöhung der Geschwindigkeit zwischen Poznań und Stettin auf 160 km/h sein. Dadurch wird die Fahrzeit der schnellsten Züge um etwa 50 Minuten verkürzt. Der Reisekomfort und das Sicherheitsniveau werden u.a. durch ein modernes Leitsystem, die Modernisierung von Bahnübergängen und den Bau von zwei neuen lokalen Leitzentralen in Poznań und Stargard erhöht.

Das Projekt "Arbeiten an der Eisenbahnlinie E59 zwischen Poznań Główny und Szczecin Dąbie" ist eine der größten Investitionen im Rahmen des Nationalen Eisenbahnprogramms. Die bis Ende 2022 geplanten Arbeiten in Höhe von etwa 4 Mrd. PLN (870 Mio. EUR) werden durch die CEF-Fazilität "Connecting Europe" der Europäischen Union in Höhe von etwa 2 Mrd. PLN (435 Mio. EUR) mitfinanziert.

WKZ, Quelle PKP PLK

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Letzte Änderung am Sonntag, 17 Mai 2020 15:43

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