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Mittwoch, 20 Mai 2020 07:05

Dänemark: Coronakrise lässt DSB in rote Zahlen stürzen

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An vielen dänischen Bahnhöfen wie in Klampenborg bei Kopenhagen sank die Zahl der Reisenden ab März drastisch. Foto Carlberg/DSB.

Die Dänischen Staatsbahnen (DSB) sind mit voller Wucht von der Coronakrise getroffen worden. In der am Dienstag veröffentlichten ersten Quartalsbilanz berichtet das Unternehmen über einen massiven Einbruch im Reiseverkehr.

In der letzten Märzwoche 2020 lag der Umsatz im Bereich Beförderung von Passagieren 78 Prozent unter dem Wert des Vergleichszeitraums 2019. Die positive Entwicklung der Geschäfte bei den DSB im Januar und Februar mit Zuwachs beim Fern-, Regional und S-Bahnverkehr um 2 Prozent gibt kaum Trost, denn es wird am Jahresende mit einem Minus in Höhe von einer Milliarde Kronen gerechnet.

Bereits im ersten Quartal gab es ein Minus in Höhe von 204 Millionen Kronen. Im Rahmen der Maßnahmen nach dem Shutdown, vor allem der Verringerung der Zahl der Züge, wurden 1.750 der rund 6.800 Mitarbeiter im Rahmen des Hilfspakets der Regierung bei Lohnfortzahlung von ihren Arbeitsplätzen abgezogen. Außerdem wurde ein Einstellungsstopp verhängt. Es wurden auch viele Maßnahmen zur Absicherung der Reisenden gegen Corona-Infektionen ergriffen.

Inzwischen fahren die DSB fast wieder in vollem Umfang nach Fahrplan. Auch der Verkehr zwischen Kopenhagen und Hamburg ist im kleinen Umfang wieder angelaufen. Bei hohen Betriebskosten ohne die erforderlichen Einnahmen im Fahrkartenverkauf. Zur Verbesserung der Einnahmen angesichts des Minus bei der Zahl der Reisenden haben die DSB den Verkauf von Billigfahrkarten („orange-billetter“) vorübergehend eingestellt.

Das Unternehmen hat mit dem Transportministerium vereinbart, bis Jahresende eine Lösung für den dann erforderlichen Finanzrahmen bei den DSB zu finden. Positiv vermerkt wird, dass sich die Situation bei der Pünktlichkeit der Züge erhöht hat.

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Letzte Änderung am Dienstag, 23 Juni 2020 17:02