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Mittwoch, 20 Mai 2020 13:00

Schweiz: Re 421 387 der IRSI in den "Rheingold-Farben"

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Im Herbst 2019 kaufte die IRSI (International Rolling Stock Investment Gmbh) aus Frauenfeld die beiden Re 421 # 387 und # 393 von SBB Cargo, hauptsächlich für den Zuckerrübenverkehr. Dieses Jahr erhielt zunächst die Re 421 # 393 (ehemals Re 4/4 II 11393 der SBB) eine Revision R2 im Industriewerk Bellinzona und wurde im Februar in den ehemaligen TRANS EUROP EXPRESS Farben rot/creme fertiggestellt. Am 19. Mai 2020 wurde nun die zweite Lokomotive nach Revision R2 im IW Bellinzona an die IRSI übergeben, die Re 421 # 387 (ehemals Re 4/4 II # 11387 der SBB) in einer eleganten kobaltblau/cremefarbenen Lackierung, angelehnt an die Farben des Schnellzuges "Rheingold" (Amsterdam-Basel) aus den Jahren 1962 bis 1965.

Der "Rheingold" war zu jener Zeit mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h der schnellste Zug der Deutschen Bundesbahn. Als Triebfahrzeuge kamen in Deutschland zunächst sechs Lokomotiven der Baureihe E 10 (mit dem eher eckigen Kasten, E 10 # 1239 bis # 1244) zum Einsatz, die für ihren Sonderbetrieb spezielle, auf 160 km/h ausgelegte Drehgestelle und den blau/crème-Anstrich erhielten.

Die eigentlich für den Rheingold vorgesehenen Elektrolokomotiven der Baureihe E 10.12 (E 10 1265 bis 1270) mit der eleganteren "Bügelfalte", deren Farbgebung der der Wagen von Anfang an entsprach, wurden dann ab Herbst 1962 eingesetzt. Die provisorisch eingesetzten Lokomotiven wurden wieder zu normalen E 10 rückgebaut.

Der "Rheingold" wurde ab Sommer 1965 als TEE klassifiziert und der Zuglauf gleichzeitig von Basel nach Genf verlängert. In der Schweiz bestand der Zug planmässig aus nur 4 Wagen, einem Apm, dem Buckelspeisewagen WRm, dem Dom-Car Aussichtswagen ADm (Dortmund-Genf) und einem Apm Amsterdam-Genf, und der Zug wurde jeweils von einer grünen Re 4/4 I (10027-10050) gezogen, die an der Front ein einfaches blechernes TEE-Aufsteckschild trug.

Der TEE Rheingold fuhr also in der Schweiz nie mit einer Lok in blau/crème-Farbgebung, von den Re 4/4 II kamen 1964 erst gerade die 6 Prototypen in Betrieb. Die Wagen wurden schon bald in den TEE-Farben rot/creme lackiert (um 1966) und in der Schweiz weiterhin von einer grünen Re 4/4 I gezogen.

Erst 1972 erhielten die Re 4/4 I # 10033, 10034, 10046 und 10050 eine entsprechende Lackierung für diesen Dienst.

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