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Freitag, 29 Mai 2020 07:05

Spanien: Renfe setzt Hotelzüge und FEVE-Expresszüge aus.

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Fotos Renfe.

Die Renfe hat diese Woche bestätigt, dass einerseits die drei noch verbliebenen Hotelzüge ("tren hotel") und andererseits die touristischen Luxuszüge in Nordspanien und im Kantabrischen Gebirge, wie der "Expreso de La Robla" und der "El Transcantábrico", wegen der durch den Covid-19 verursachten Gesundheitskrise dieses Jahr ausfallen. Eine Wiederaufnahme der Verkehre im nächsten Jahr ist sehr fraglich.

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Mit ihren "Hotelzügen" bot Renfe ein "rollendes Hotelzimmer" an, um "die Annehmlichkeiten eines Hotels mit allen Vorteilen eines Zuges zu genießen" und "die Nacht zu nutzen, um im Schlaf zu reisen und das Stadtzentrum des Zielortes zu wecken". Diese Züge boten drei verschiedene Arten von Kabinen mit Betten oder Sesselsitzen sowie eine Cafeteria und ein Restaurant und waren sowohl für Freizeit- als auch für Geschäftsreisen gedacht. Erst vor wenigen Monaten berichtete die internationale Presse über diese Züge, als Greta Thunberg mit ihnen im Dezember 2019 zum Klimagipfel in Madrid fuhr.

Die Eisenbahngesellschaft verzeichnete einen jährlichen Verlust von rund 25 Mio. EUR für die Bereitstellung dieser Züge, obwohl diese in den letzten Jahren bereits reduziert worden waren, so dass nur noch eine internationale Verbindung nach Lissabon ("Lusitania") und zwei nationale Verbindungen Madrid - A Coruña - Pontevedra - Ferrol ("Rias Gallegas") und Barcelona - A Coruña - Vigo ("Galicia") angeboten wurden.

Der Ausbruch des Coronavirus veranlasste Portugal, sich abzuschirmen, so dass der internationale Hotelzug zwischen Madrid und Lissabon schon am 17. März ausgesetzt wurde. Bisher hat Renfe noch nicht offiziell das Ende der Tätigkeit des Lusitania verkündet, aber die portugiesische Zeitung "Público" zitiert Quellen, nach denen Renfe die Verbindung nicht wieder betreiben werde.

Angesichts der Verluste, die diese historischen Dienste angehäuft haben, und der neuen Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, die erforderlich sein werden, um sie weiter zu betreiben, schließt Renfe inzwischen jedoch aus, die Hotelzüge nach der Krise wieder einzusetzen.

Ähnliche Aussagen gelten auch für die touristischen Luxuszüge auf dem Schmalspurnetz der ehemaligen FEVE. So wird es in diesem Sommer nicht möglich sein, den Norden Spaniens im traditionellen und historischen "Expreso de La Robla" oder im "El Transcantábrico" zu genießen, nachdem das komplette Programm gestrichen wurde. Renfe sagt, dass es nicht möglich ist, den Dienst mit Gesundheitsgarantien anzubieten.

Der "Expreso de La Robla" hat bis in diese Zeit den ganzen Charme der klassischen Züge beibehalten. Die Saison 2020 des La Robla Express hätte im Juli begonnen und im Oktober geendet. Seine klassische Reiseroute verläuft innerhalb von 3 Tagen und 2 Nächten zwischen Bilbao und León. Seine Waggons mit privatem Bad und seine umgestalteten Salonwagen werden dank einer erstklassigen Besatzung durch einen qualitativ hochwertigen Service ergänzt. Die Reise umfasste auch alle Frühstücke an Bord, Mittag- und Abendessen in Restaurants sowie geführte Besuche und Aktivitäten.

WKZ, Quelle Diario de Valderrueda, El Periódico, ABC

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Letzte Änderung am Freitag, 29 Mai 2020 08:06

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