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Dienstag, 02 Juni 2020 13:12

Estland: 95 Mio. EUR der EIB zur Modernisierung der Infrastruktur

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Foto Eesti Raudtee.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat mit der nationalen estnischen Eisenbahngesellschaft Eesti Raudtee einen Darlehensvertrag über 95 Mio. EUR mit einer Laufzeit von 25 Jahren unterzeichnet. Die estnische Eisenbahn wird die Mittel für die Modernisierung der Gleise und der Zugsteuerungs-, Zugsicherungs- und Signalgebungssysteme auf dem größten Teil des estnischen Netzes sowie für die Digitalisierung der Zugmanagementsysteme verwenden. Alle Interventionen sind auf dem TEN-V-Netz angesiedelt, einschließlich des Korridors Nordsee - Ostsee.

Technisch gesehen umfassen die Arbeiten die Sanierung von Teilen der Strecke Tallinn - Tartu, einschließlich des Baus einer neuen Brücke über den Fluss Emajõgi. Verbesserte Sicherheitsmaßnahmen (einschließlich Barrieren) für Bahnübergänge und Gleisumbau werden eine Geschwindigkeitserhöhung auf der Strecke auf bis zu 135 km/h ermöglichen, wodurch der Personenverkehr verbessert und die Fahrzeiten verkürzt werden. Dasselbe gilt für die Strecke Tapa - Narva, auf der zwei Brücken renoviert und 54 km Gleise erneuert werden sollen. Auch hier werden die Bahnübergänge sicherer gemacht. Abgesehen von den baulichen Verbesserungen werden auf dem größten Teil des estnischen Netzes neue Signalanlagen installiert und die Zugmanagementsysteme digitalisiert, wodurch Service und Sicherheit verbessert werden.

Der Vizepräsident der EIB, Thomas Östros, erklärte hierzu: "Bei der Verkehrsverlagerung weg vom kohlenstoffbasierten Verkehr gibt es einen großen Anreiz, den Reisenden die bestmöglichen Bedingungen zu bieten und ihnen zu zeigen, dass es Alternativen zum Auto gibt. Die Modernisierung wird nicht nur höhere Geschwindigkeiten auf den Gleisen ermöglichen, sondern dürfte auch die Sicherheit durch den Einbau neuer Signalsysteme verbessern. Mit der EIB im Zentrum der Finanzierung des Übergangs zu einem kohlenstoffneutralen Europa ist dies ein Programm, das wir gerne unterstützen".

Henrik Hololei, Generaldirektor für Mobilität und Verkehr der Europäischen Kommission, fügte hinzu: "Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Eisenbahn eine attraktive und gut etablierte Mobilitätswahl für die Zukunft ist, weshalb die Europäische Kommission das Jahr 2021 als Europäisches Jahr der Eisenbahn vorgeschlagen hat. Der heute unterzeichnete Ausbau des estnischen Eisenbahnnetzes und die Realisierung der Rail Baltica werden den Reisenden eine moderne, sichere und umweltfreundliche Alternative zum Auto bieten. Die estnische Eisenbahn spielt hier eine wichtige Rolle und ist weiterhin ein enger und sehr geschätzter Partner der Europäischen Kommission".

Erik Laidvee, CEO von Eesti Raudtee, sagte: "Unser Ziel ist es, den bequemsten, umweltfreundlichsten und sichersten Verkehrsträger in Estland zu entwickeln. Wir haben einen sehr ehrgeizigen Investitionsplan bis 2030 auf den Weg gebracht, der unsere Eisenbahninfrastruktur auf ein neues Qualitäts- und Sicherheitsniveau bringen wird, und das Darlehen der Europäischen Investitionsbank ist definitiv ein großer Teil der Realisierung".

Das Projekt schließt sich an frühere EIB-Investitionen im estnischen Eisenbahnsektor an, unter anderem für neues rollendes Material, das 2014 auf die Gleise kam.

Die Estnische Eisenbahn AG ist ein seit 1870 tätiges staatliches Unternehmen, das für Aufgaben der Eisenbahnverwaltung zuständig ist. Estonian Railways Ltd sorgt für den reibungslosen Betrieb, die Verwaltung und Instandhaltung der Eisenbahninfrastruktur und ein effizientes Verkehrsmanagement. Als Eigentümer der Eisenbahninfrastruktur spielt Estonian Railways Ltd eine zentrale Rolle für das Funktionieren des Transitsektors und ist für die Aufrechterhaltung einer funktionierenden Wettbewerbssituation sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr verantwortlich.

WKZ, Quelle EU-Kommission

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