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Donnerstag, 31 März 2016 05:57

Frankreich: Arafer spricht sich gegen Jean-Pierre Farandou als zukünftigen Chef von SNCF Réseau aus

Die Regulierungsbehörde für Eisenbahn und Straße, Arafer, hat sich nach einer Anhörung am 30.03.16 öffentlich gegen die Nominierung des Präsidenten-Generaldirektors (PDG) von Keolis, Jean-Pierre Farandou, zum neuen Präsidenten von SNCF Réseau ausgesprochen. Dieser war sowohl vom Verwaltungsrat der SNCF als auch vom französischen Präsidenten François Hollande für den Posten vorgeschlagen worden.

"Die Überprüfung der Kandidatur von Jean-Pierre Farandou unterstreicht Interessens-bindungen aufgrund seiner bisherigen, vollständigen Karriere innerhalb der SNCF-Gruppe", rechtfertigt die Arafer ihre Auffassung, dass die "wahrgenommenen Zuständigkeiten und die enge Zusammenarbeit mit SNCF Mobilités gegenüber dritten berechtigte Zweifel an der Unabhängigkeit der betroffenen Person" erzeugen können. Die Arafer begrüßt jedoch seine Professionalität, strategische Vision und Fähigkeit zum Dialog, um die Herausforderungen gegenüber dem Unternehmen zu meistern.

Die Stellungsnahme der Arafer ist rechtsverbindlich. Doch nach Ansicht einiger Beobachter kann der Staat, der die Wahl von Jean-Pierre Farandou vorgeschlagen hat, noch einen Einspruch an den Staatsrat machen.

WKZ, Franz A Roski, Quelle Le Monde, Arafer

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