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Montag, 30 Oktober 2017 07:32

Belgien: 3,2 Mrd. Euro für Rollmaterial, ETCS, Bahnhöfe und Wartung

Die SNCB wird im Zeitraum 2018-2022 insgesamt 3,2 Mrd. Euro in ihr neues Investitionsprogramm investieren, das am 27.10.17 vom Verwaltungsrat genehmigt wurde. Alle diese Investitionen konzentrieren sich auf die drei Kernaktivitäten des Unternehmens: Personenbeförderung, Bereitstellung funktionierender Bahnhöfe sowie die Verwaltung und Wartung der Ausrüstung. Der Investitionsplan wird nun den zuständigen Behörden vorgelegt und muss von der Bundesregierung genehmigt werden.

Derzeit sind 40 % der Fahrzeuge der SNCB älter als 30 Jahre. Um den Wagen- und Lokomotivpark zu modernisieren und zu erneuern und den Anteil der alten Fahrzeuge bis 2023 auf 20% zu reduzieren, wird die SNCB im Zeitraum 2018-2022 rund 2 Mrd. Euro investieren, was etwa zwei Drittel des Gesamtbudgets des Plans entspricht. In der Praxis investiert die SNCB in neues M7-Material, um veraltete Anlagen zu ersetzen. Damit kann sie auch auf den in den kommenden Jahren wachsenden Bedarf an Zügen und die steigende Zahl ihrer Kunden reagieren. Für 2022 sind daher 20.000 zusätzliche Plätze geplant, davon 10.000 bereits bis 2020. Zusätzlich zu diesen Investitionen in die neue Ausrüstung wird das Fahrzeugmaterial mit mittlerem Alter komplett modernisiert.

Bis 2023 wird zudem die gesamte Flotte mit ETCS ausgestattet. Weitere Investitionen betreffen die Qualität des Fahrgastangebotes durch Digitalisierung und neue Technologien im Bereich der Fahrgastinformation. Mitte des Jahres 2018 wird dazu eine neue Vertriebswebsite gestartet.

Um ihre Kunden unter den bestmöglichen Bedingungen auf den Bahnhöfen begrüßen zu können, kann die SNCB von der zusätzlichen Finanzierung einer "Außenwirkungs-Milliarde" (milliard vertueux) profitieren. Im Zeitraum 2018-2022 werden fast 600 Millionen Euro in die Passagierabfertigung investiert. Die Arbeiten an den wichtigsten Stationen (Gand-Saint-Pierre, Mons, Malines/Mechelen usw.) werden fortgesetzt. Bei neuen Projekten liegt der Schwerpunkt auf Investitionen, die für eine größere Anzahl von Bahnhöfen und Haltepunkten angemessen dimensioniert sind. Sie orientieren sich zunächst an den funktionalen Bedürfnissen und dem Komfort des Kunden.

Diese Investitionen basieren auf drei Hauptachsen: optimierte Infrastrukturen der Bahnhöfe, Park- und Fahrradplätze sowie Bahnsteige. Besondere Aufmerksamkeit wird den Haltestellen und Bahnsteigen der RER- und anderer Vorstadtnetze gewidmet. Bis 2022 werden 10.000 zusätzliche Parkplätze zur Verfügung stehen und das Fahrradabstellangebot um 10.000 auf 104.000 Plätze erhöht. Bis 2022 werden die Bahnsteige auf über 200 Bahnhöfen 76 cm hoch sein und die Zugänge behindertengerecht ausgebaut. Darüber hinaus wird ein System leichterer Hebebühnen auf der Linie 161 getestet und schrittweise eingeführt.

Die Werkstätten und Instandhaltungszentren für Rollmaterial (Wartungsstationen, Waschanlagen usw.) als wichtige Säulen für die Qualität der Dienstleistungen erhalten ein Budget von fast 300 Mio. Euro.

WKZ, Quelle SNCB

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