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Dienstag, 16 Juni 2020 08:00

Großbritannien: Seit 15.6. gilt landesweit eine Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr

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Foto RMT.

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen, hat die britische Regierung beschlossen, dass ab Montag, dem 15. Juni, das Tragen von Gesichtsbedeckungen bei Reisen mit dem Zug und allen anderen öffentlichen Verkehrsmitteln in England verpflichtend ist. Wenn Sie mit dem Zug oder Bus anreisen, bringen Sie unbedingt eine Gesichtsbedeckung mit und benutzen Sie diese während der gesamten Reise.

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Grafik National Rail.

Weiterhin gelten die Empfehlungen der britischen Regierung, nur dringende Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu unternehmen und, soweit möglich, auf nicht unbedingt erforderliche Reisen zu verzichten. Sollten Sie jedoch bereits Symptome einer Erkältung oder Grippe, möglicherweise einer COVID-19-Infektion aufweisen, bleiben Sie bitte unbedingt zu Hause, um keine anderen Personen anzustecken.

Nachdem die Pflicht zum Tragen von Gesichtsbedeckungen seit dem 15. Juni auch in allen Zügen der Londoner U-Bahn (TfL/LUL) gilt, hat die U-Bahn-Gesellschaft TfL nochmals spezielle Hinweise für das Verhalten auf den Stationen und in den Zügen von TfL ausgegeben. Hierzu gehört auch die Aufforderung, nicht unbedingt erforderliche Fahrten mit der U-Bahn möglichst nur ausserhalb der Stosszeiten zu unternehmen.

Seit Montag sind Hunderte von Beamten der städtischen Polizei und der britischen Verkehrspolizei sowie die eigenen Mitarbeiter von TfL bereit, den Kunden zu helfen, die neuen Anforderungen zu erfüllen und zu erklären, wie sie sich richtig verhalten und wo sie Gesichtsbedeckungen erhalten, die TfL in der Einführungsphase bereitstellt.

Sadiq Khan, der Oberbürgermeister von London, sagte dazu: "Ab diesem Montag müssen alle Londoner und Touristen bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine Gesichtsbedeckung tragen. Dies macht unser Verkehrssystem für alle sicherer - insbesondere wenn es nicht immer möglich ist, den nötigen Mindestabstand untereinander einzuhalten."

Die u.a. für die Mitarbeiter von TfL/LUL zuständige Transportgewerkschaft RMT hat eine schriftliche Stellungnahme zu Ihrer Position bezüglich dieser Massnahmen abgegeben. Darin wird erklärt, wie die Gewerkschaftsmitglieder den Arbeitnehmern und Nutzern des öffentlichen Verkehrs in London den bestmöglichen Service bieten wollen, es jedoch ablehnen, dass Menschen zur Benutzung der U-Bahn gezwungen werden, ohne dass die erforderlichen Sicherheitsmassnahmen gegeben sind.

Das Niveau der Dienstleistungen und die Anzahl der Passagiere, die die U-Bahn benutzen, müssen im Hinblick auf etwaige Veränderungen der Gesamtzahl an COVID-19-Infektionen und der sog. Reproduktionszahl "R" ständig überprüft werden. Die Möglichkeit von Reisenden und Mitarbeitern, einen Mindestabstand untereinander einzuhalten, muss Teil dieses Prozesses sein, der sowohl von den Vertretern der Gewerkschaften als auch vom Management abgesichert werden soll.

Der Generalsekretär der Transportgewerkschaft RMT erklärte dazu: "Die Position von RMT für Mitarbeiter der Londoner U-Bahn zeigt einen Weg, wie verantwortungsvolle Mitarbeiter ihr Engagement für die Aufrechterhaltung der U-Bahn und anderer TfL-Dienste während der gesamten COVID-19-Krise unter Beweis gestellt haben. Die Kernbotschaft von RMT lautet hierzu, dass kein Arbeiter und Nutzer der U-Bahn zur Fahrt mit diesem Verkehrsmittel gezwungen werden darf, solange nicht die erforderlichen Sicherheitsmassnahmen gegeben sind."

Quellen: National Rail, TfL, RMT

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Letzte Änderung am Montag, 15 Juni 2020 20:20

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