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Mittwoch, 17 Juni 2020 07:10

Grossbritannien: Programm zur Wiederherstellung von Eisenbahnverbindungen aktualisiert

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Bereis Anfang 2020 hatte das britische Verkehrsministerium die Summe von 500 Mio. GBP (590 Mio. EUR) für die Wiederherstellung historischer Eisenbahnstrecken zugesagt.

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Jetzt hat Verkehrsminister Grant Shapps nochmals die regionalen Politiker, Stadt- und Gemeindeverwaltungen sowie Bürgerinitiativen in England und Wales aufgefordert, weitergehende Pläne auszuarbeiten und der Regierung vorzulegen, um die bereitstehenden Mittel zügig für konkrete Eisenbahnprojekte zu nutzen. In Schottland läuft unabhängig davon bereits seit einem Jahr ein ähnliches Programm, welches von Network Rail in Zusammenarbeit mit der schottischen Landesregierung ausgeführt wird.

In einer ersten Runde sind bereits zehn Projekte in England ausgewählt worden, deren Realisierung jetzt mit grosser Wahrscheinlichkeit erfolgt:
• die Wiedereröffnung der Station Meir zwischen Stoke-On-Trent und Derby in Staffordshire,
• die erneute Aufnahme des Personenverkehrs auf der sog. "Barrow Hill Line" zwischen Sheffield und Chesterfield,
• die Wiederaufnahme des Reisezugverkehrs zwischen Leicester und Burton-upon-Trent auf der sog. "Ivanhoe-Line",
• die Wiedereröffnung von Nebenstrecken auf der "Isle of Wight",
• die Einrichtung von Ausweichstellen zwischen St Albans Abbey und Watford Junction zur Erhöhung der Zugdichte,
• die Wiedereröffnung der Stationen Wellington und Cullompton an der Strecke von Taunton nach Exeter,
• die Wiederaufnahme des Reisezugverkehrs zwischen Bury und Rochdale als Tram-Train im Rahmen des Metrolink-Systems,
• die Wiederaufnahme des regelmässigen Reisezugverkehrs zwischen Clitheroe und Hellifield,
• die Aufnahme des Personenverkehrs auf der sog. "Waterside-Line" zwischen Totton und Fawley in Hampshire;
• der Bau einer neuen Station in Lydeway, um das Städtchen Devizes in Wiltshire besser mit der Bahn erreichen zu können;

In einer zweiten Runde können noch bis zum 19. Juni Vorschläge für Projekte eingereicht werden, wobei der Wiederherstellung früher bereits bestehender Eisenbahnstrecken und dem Bau bzw. der Wiedereröffnung von Stationen eine besondere Bedeutung zukommt. Eine dritte Runde zur Erweiterung der bisher vorliegenden Liste von Projekten ist schliesslich im November 2020 vorgesehen.

Die Initiative "Campaign for Better Transport" hat dazu eine Liste von Bahnstrecken vorgelegt, welche aus Sicht der Vereinigung bevorzugt in Betracht gezogen werden sollten. Dazu gehören u.a. die Strecken Oxford - Cowley, Bristol - Portishead, Okehampton - Tavistock - Bere Alston, Matlock - Buxton, Caernarfon - Bangor und Harrogate - Ripon - Northallerton. Die meisten dieser Strecken sind noch als Güterzug- oder Museumsbahnen in Betrieb und können daher relativ schnell für den Personenverkehr wiedereröffnet werden.

 Die Fotos zeigen:
• den Bahnhof Bristol Temple Meads, vo wo ab 2023 wieder Personenzüge nach Portishead fahren sollen;
• den Bahnhof Okehampton, derzeitiger Endpunkt einer Nebenstrecke von Exeter, die wieder mit der bestehenden Strecke Plymouth - Bere Alston verbunden werden könnte;
• den Bahnhof Matlock, wo heute die Peak Railway anschliesst, über deren Gleise bis 1968 regelmässig Personenzüge nach Buxton fuhren;
• den Bahnhof Bangor in Wales, von wo bis 1972 Anschluss nach Caernarfon (Gwynedd) bestand;

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Quellen Gov.UK, Campaign for Better Transport, Network Rail, Rail Future

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