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Mittwoch, 24 Juni 2020 08:00

Dänemark: Werkstatt für neue elektrische Züge von Fredericia nach Helgoland verlegt

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Öresundzug und Desiro der DSB. Fotos Rüdiger Lüders.

Die Dänische Staatbahn DSB hat beschlossen, die Entwicklung ihrer Werkstatt in Fredericia für elektrische Züge, die ab 2024 neu in Betrieb genommen werden sollen, einzustellen. Stattdessen wird die bestehende Werkstatt in Helgoland in Kopenhagen für die vorübergehende Aufnahme der elektrischen Züge umgerüstet.

Die Entscheidung wurde getroffen, weil sich die Voraussetzungen für die 2017 beschlossene Erweiterung der Werkstatt in Fredericia deutlich verändert haben. Mit der Entscheidung spart die DSB zudem einen größeren dreistelligen Millionenbetrag ein.

Der Direktor für Strategie und Zugausrüstung der DSB, Jürgen Müller, sagt: "Die Öresundzüge werden künftig in Schweden gewartet, und dadurch sind Kapazitäten in der Werkstatt auf Helgoland in Kopenhagen frei geworden. Gleichzeitig haben wir die Baukosten für die Werkstatt in Fredericia neu kalkuliert, die sich als erheblich teurer erwiesen hat als bisher angenommen. Beides zusammen macht es wirtschaftlich nicht vertretbar, die Arbeit in Fredericia fortzusetzen.".

Die Werkstatt in Helgoland wird als provisorische Werkstatt dienen und die neuen elektrischen Züge aufnehmen, bis in Kopenhagen und Aarhus neue Werkstätten fertig gestellt sind.

Ende 2020 wird Arriva den Desiro-Zug der DSB übernehmen, der derzeit in der Werkstatt in Fredericia gewartet wird, und Arriva will die Werkstatt nicht nutzen. Das bedeutet, dass ab Ende des Jahres keine Züge dort mehr gewartet werden.

Die DSB hat noch nicht entschieden, ob das Werkstattareal in Fredericia für andere Zwecke genutzt werden soll.

Fakten

• In Fredericia sollten bestehende Gebäude abgerissen, neue Gebäude errichtet und eine neue Infrastruktur geschaffen werden.
• In Helgoland ist lediglich eine Verlängerung der Werkstatt um etwa 20 Meter erforderlich.
• Die Desiro-Züge werden Ende 2020 von Arriva übernommen, und diese will die Werkstatt in Fredericia nicht nutzen.
• Die Wartung von 77 Öresundzügen wird Ende 2020 nach Schweden verlagert - die letzten 34 Öresundzüge Ende 2022. Die Kapazität wird in Helgoland freigegeben.
• Die "Züge der Zukunft" (Fremtidens tog) werden ab 2024 in den kommerziellen Betrieb gehen.
• DSB baut neue Werkstätten in Aarhus und Kopenhagen und behält damit einen wesentlichen Teil ihrer Instandhaltungsaufgaben in Jütland.

WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle DSB

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