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Donnerstag, 25 Juni 2020 09:30

Österreich: Ausbau der Bahninfrastruktur in Salzburg

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Fotos  ÖBB/Deopito.

Mehr Attraktivität, mehr Sicherheit und mehr Komfort für den Nahverkehr im nördlichen Flachgau. Im nächsten Ausbauschritt wird die Anbindung an die Mattigtalbahn durch ein drittes Gleis neben der Weststrecke bis Neumarkt-Köstendorf verlängert. Zudem erhalten die Bahnhöfe Steindorf bei Straßwalchen und Neumarkt-Köstendorf eine neue, barrierefreie und moderne Ausstattung.

Bahnhöfe und Haltestellen sowie eine attraktive Bahn-Infrastruktur sind der nachhaltige erste Eindruck für die Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs. Zudem sind sie wichtige Säulen, um noch mehr Menschen vom Umstieg auf Bus und Bahn und damit auf eine nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität zu überzeugen. In den kommenden Jahren investieren die ÖBB und das Land Salzburg deshalb in weitere wichtige Ausbauschritte für einen attraktiven Nahverkehr im nördlichen Flachgau. Das Großprojekt "Steindorf bei Straßwalchen - Neumarkt-Köstendorf", umfasst einerseits die barrierefreie und moderne Ausgestaltung der Bahnhöfe Steindorf bei Straßwalchen und Neumarkt-Köstendorf sowie Friedburg. Insgesamt werden in das Projekt rund 57,3 Mio. Euro investiert.

Verlängerung der Mattigtalbahn bis Neumarkt-Köstendorf

Damit der zukünftige Taktknotenpunkt zwischen der Weststrecke und der Mattigtalbahn mit Fahrplanwechsel 20/21 seine volle Leistungsfähigkeit entfalten kann, wird die Mattigtalbahn aus Richtung Braunau kommend, durch ein zusätzliches Gleis neben den beiden bestehenden Streckengleisen der Weststrecke um rund zwei Kilometer bis nach Neumarkt-Köstendorf verlängert. Der Start der Gleisverlegung erfolgte in der Nacht auf Montag, den 22. Juni 2020. Im Anschluss erfolgt die bahntechnische Ausrüstung der Gleisanlage. Ab September 2020 ist der neue Inselbahnsteig für die Reisenden nutzbar und ab Dezember 2020 wird sowohl das neue Gleis, der neue Randbahnsteig als auch der Busterminal in Neumarkt in Betrieb genommen werden. "Die Schiene ist das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs. Das dritte Gleis bis Neumarkt-Köstendorf bringt wichtige Verbesserungen für ein besseres Angebot im Nahverkehr für den nördlichen Flachgau. Die Bahn wird dadurch nicht nur noch attraktiver, sondern wir können damit künftig noch mehr Menschen in Salzburg zum Umstieg auf Bahn und Bus und somit auf eine nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität überzeugen", freut sich Verkehrslandesrat Stefan Schnöll über den Ausbau.

Elektrifizierung der Bahnstrecke bis Friedburg

Parallel zu der Verlängerung bis Neumarkt-Köstendorf wird die Mattigtalbahn von Steindorf bei Straßwalchen bis Friedburg elektrifiziert. "Mit der Elektrifizierung, also der Ausstattung der bestehenden Strecke mit einer Oberleitung, wird in einem ersten Schritt das Angebot für die Kundinnen und Kunden ausgebaut. Im Zuge der Umbauarbeiten werden zwei Eisenbahnkreuzungen aufgelassen und durch eine Unterführung ersetzt. Zwei weitere Eisenbahnkreuzungen auf diesem Streckenabschnitt werden mit einer technischen Sicherungsanlage ausgestattet. Das erhöht zum einen die Sicherheit und ermöglicht in Verbindung mit den Verbesserungen am Gleis, eine höhere Geschwindigkeit. Dadurch können kürzere Fahrzeiten und ein besseres Angebot erreicht werden", so ÖBB-Infrastruktur Vorstand Franz Bauer. Zudem wird der Bahnhof Friedburg zu einem attraktiven Umsteigepunkt mit Park+Ride-Anlage umgebaut.

Neue Bezeichnungen für Haltestellen Neumarkt-Köstendorf und Weng

Neben der Modernisierung der Haltestelle Neumarkt-Köstendorf gibt es für die derzeitigen ÖBB-Haltestellen Neumarkt-Köstendorf und Weng mit dem europaweiten Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 noch eine weitere Neuerung. "Die Bezeichnung für unsere Gemeinde lautet Neumarkt am Wallersee. Deshalb freut es mich ganz besonders, dass auch die ÖBB-Haltestelle ab Dezember diese Bezeichnung erhält. Künftig lautet der neue Haltestellenname Neumarkt am Wallersee", freut sich der hiesige Bürgermeister Adi Rieger. Auch Wolfgang Wagner, Bürgermeister der Gemeinde Köstendorf, steht der Änderung positiv gegenüber: "Jede Veränderung bedeutet auch einen Neubeginn. Ab Dezember 2020 lautet der Name unserer Haltestelle nicht mehr wie bisher Weng sondern dann richtigerweise Köstendorf-Weng. Wir hoffen, dass die Investitionen in den Ausbau und auch die neue Haltestellenbezeichnung noch mehr Menschen zum Umstieg auf die Bahn bewegen."

ÖBB haben auch bei den Haltestellen noch viel vor

Neumarkt am Wallersee: Damit diese Haltestelle zu einem modernen und barrierefreien Verkehrsknotenpunkt werden kann, errichten die ÖBB einen Inselbahnsteig und einen Randbahnsteig, die durch einen Personendurchgang miteinander verbunden sind. Lifte sorgen dafür, dass die Bahnsteige barrierefrei erreichbar sind. Über neue Lautsprecher und Monitore erhalten die Fahrgäste alle wichtigen Informationen, die sie benötigen. Ein regionales Busterminal sorgt künftig für einen reibungslosen Umstieg vom Bus auf die Bahn und umgekehrt. Gemeinsam mit der bereits vergrößerten Park+Ride-Anlage erfüllt die Haltestelle künftig alle Anforderungen als wichtige Schnittstelle zwischen Nah- und Fernverkehr.

Steindorf bei Straßwalchen: An dieser Haltestelle führen die Zugänge zu den Bahnsteigen derzeit noch über die Gleise. Um auch hier die Sicherheit zu erhöhen, errichtet die ÖBB-Infrastruktur AG einen Inselbahnsteig, der ebenfalls durch einen Personendurchgang erreichbar sein wird. Auch hier sollen künftig Lifte dafür sorgen, dass der Bahnsteig barrierefrei erreicht wird. Neue Monitore und Lautsprecher sorgen auch hier künftig für die optimale Information der Kundinnen und Kunden

Pressemeldung ÖBB

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