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Dienstag, 14 Juli 2020 13:20

Moldau: EU-Partner helfen bei der Anschaffung neuer Lokomotiven

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Fotos CFM.

Die ersten sechs von zwölf modernen Diesellokomotiven TE33AC, die dank der gemeinsamen Finanzierung durch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Europäische Union (EU) angeschafft wurden, sind heute in Chișinău bei der der staatlichen moldauischen Eisenbahngesellschaft Calea Ferată din Moldova (CFM) eingetroffen.

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Fotos Lilyana Pavlova, Igor Dodon.

Die Maschinen werden weniger Energie verbrauchen als der derzeitige Bestand und einen sichereren und effizienteren Transport von Gütern und Passagieren innerhalb Moldawiens und zu seinen Handelspartnern im Ausland gewährleisten.

Das neue rollende Material wurde in Nur-Sultan, Kasachstan, von GE Transportation, heute eine Abteilung des US-Unternehmens Wabtec, einem führenden Anbieter von Güterwagen- und Lokomotivenprodukten, hergestellt. GE Transportation wurde im Anschluss an eine Ausschreibung von CFM im Jahr 2018 in Übereinstimmung mit den Beschaffungsrichtlinien und -regeln der EBWE unter Vertrag genommen.

Igor Dodon, der Präsident von Moldau, dankte den Vertretern der EBWE und der EIB in Moldau sowie dem Leiter der Delegation der Europäischen Union in Moldau für die ständige Unterstützung, die sie durch verschiedene Projekte zur Finanzierung strategischer Sektoren leisten. Das Staatsoberhaupt stellte fest, dass die effiziente Verwaltung der moldawischen Eisenbahnen eine Priorität zur Wiederbelebung der Wirtschaft des Landes ist.

Adrian Onceanu, CFM-Generaldirektor, sagte: "Dank der leistungsstärkeren Dieselmotoren der Lokomotiven werden weniger Einsätze erforderlich sein. Dies wird die Transporteffizienz verbessern und die Betriebskosten senken. Durch die verbesserten technischen Eigenschaften des neuen Dieselrollmaterials wird sich das Intervall zwischen den planmäßigen Wartungsarbeiten von 48 Stunden auf 92 Tage verlängern, was die Wartungskosten erheblich senken wird. Sie werden auch dazu beitragen, den Verbrauch von Dieselkraftstoff um 15-20 Prozent und von Öl um 35-40 Prozent zu senken, was zu erheblichen Einsparungen führen wird".

Botschafter Peter Michalko, Leiter der EU-Delegation in Moldau , fügte hinzu: "Heute beweist die EU erneut ihre Unterstützung für das moldawische Volk. Die 12 Lokomotiven werden mit Unterstützung der Europäischen Union, der EU-Bank (der EIB) und unserer Partner von der EBWE angeschafft, wobei der EU-Beitrag aus dem Geld der EU-Bürger finanziert wird. Die heutige Veranstaltung ist ein wichtiger Schritt, Moldau grüner und nachhaltiger zu machen. Sie zeigt auch die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der EU und der Republik Moldau in diesem Sektor, die beweist, dass wir gemeinsam herausfordernde Zeiten überwinden und unsere Ziele für eine nachhaltige Wirtschaft, ökologische Belastbarkeit und sozialen Wohlstand zum Wohle der Menschen in der Republik Moldau erreichen können. Die Unterstützung der EU für die Menschen in Moldau gilt sowohl der Infrastruktur als auch den Reformen, denn beides muss getan werden, um Lebensqualität zu schaffen".

Angela Sax, Leiterin der EBWE in Moldawien, sagte in einer Videoerklärung: "Die Ankunft der neuen Lokomotiven, die von der EBWE, der EIB und der EU finanziert werden, ist ein echter Meilenstein: Sie bedeuten ein moderneres, grüneres und dynamischeres Moldawien. Das neue rollende Material wird den Handel Moldaus erleichtern, die Räder der Wirtschaft am Laufen halten und das Leben verbessern".

EIB-Vizepräsidentin Lilyana Pavlova bemerkte dazu: "Es ist Aufgabe der EU-Bank, auf eine Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur in der Republik Moldau hinzuwirken. Die neuen Lokomotiven werden einen umweltfreundlicheren Verkehrsträger ermöglichen und die Verbundfähigkeit innerhalb des Landes sowie mit den Nachbarländern verbessern. Dies wird zu besseren Bedingungen für die Beförderung von Personen und Gütern beitragen".

Die Anschaffung der Lokomotiven ist Teil eines von der EBWE, der EIB und der EU finanzierten Großprojekts, das auch die Sanierung der Eisenbahninfrastruktur und eine umfassende Reform der CFM zur Verbesserung der Sicherheit, Effizienz und Unternehmensführung umfasst.

Die Ausschreibung für die Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur läuft derzeit, und das Unternehmen setzt einen Aktionsplan zur Verbesserung der Corporate Governance um. Darüber hinaus soll das moldawische Parlament ein neues Eisenbahngesetzbuch verabschieden, eine auf EU-Richtlinien basierende Gesetzgebung, die darauf abzielt, den Eisenbahnsektor des Landes mit dem Assoziierungsabkommen mit der EU in Einklang zu bringen.

Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf 110 Mio. EUR, von denen 5 Mio. EUR ein Investitionszuschuss aus der Nachbarschaftsinvestitionsfazilität (NIF) der EU und der Rest aus Darlehen der EBWE und der EIB sind.

Die EBWE ist eine multilaterale Entwicklungsbank und ein führender institutioneller Investor in Moldawien. Sie hat bisher über 1,3 Mrd. EUR in 130 Projekte in Moldawien investiert. Die Bank unterstützt die moldawischen Behörden auch bei der Gestaltung von Politiken, die das Geschäftsklima im Land verbessern.

Die EIB ist die Bank der Europäischen Union. Als nach Volumen größter multilateraler Darlehensnehmer und Darlehensgeber stellt die EIB Finanzierungen und Fachwissen für solide und nachhaltige Investitionsvorhaben bereit, die zur Förderung der politischen Ziele der EU beitragen. Mehr als 90 Prozent der Tätigkeit der EIB ist auf Europa ausgerichtet, unterstützt aber auch die Außen- und Entwicklungspolitik der EU.

Die EU ist der größte Geldgeber der Republik Moldau und hat bisher mehr als 1 Mrd. EUR in Form von Zuschüssen zur Verfügung gestellt.

WKZ, Quelle EIB

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Letzte Änderung am Dienstag, 14 Juli 2020 14:24

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